Wenn man es auf die Überlegung der Wirtschaftlichkeit reduzieren möchte, dann greife zu einem Blatt Papier und einen gut gespitzen Bleistift!
Der Swift MZ wurde von 2005 bis 2010 gebaut. Die jüngsten Exemplare sind demnach rund 12 Jahre und die ältesten um die 17 Jahre alt. Wie ist die Laufleistung? Rentner-Ersthandbesitz mit unterdurchschnittlichen Kilometern oder Pendlerhure mit inzwischen weit über 300 Tkm? Und wie ist die restliche Substanz erhalten? Kommt zum ramponierten Schweller noch ein nicht besonders ambitioniert reparierter Heckunfall? Lohnt die Inneneinrichtung das Wiederherrichten? Tut's die Mechanik oder folgen da die nächsten Rundumschläge? Es gab insbesondere aus den ersten Baujahren schon durchgerostete Vorderachsträger.
Und letztlich die spannenste Frage: Was und wieviel kannst du selbst machen? Müsstest du dir einen Schrauberplatz mieten oder hast du Zugriff auf eine Garage/Halle/Scheune?
Noch gut fahrbare Swift MZ sind mit 'ner 2 am Anfang der Verhandlungsbasis bzw. Kaufsumme zu bekommen. Besser erhaltene oder mit geringer Laufleistung für 'ne führende 3. Das setzt - rein wirtschaftlich - den Rahmen, was deine Instandsetzung allerhöchstens kosten dürfte. Wenn es dagegen andere, nicht rationale Gründe für das Wiederaufrichten genau dieses Fahrzeugs gibt, dann lässt man die Wirtschaftlichkeitsüberlegung fallen und überschlagt nur, ob man sich das Projekt überhaupt leisten kann. Damit wäre man jedoch bereits dort, wo normalerweise Oldtimer-Restaurationen anfangen.
Das ist erstmal ein Hobby und das muss nicht rational sein. Ein Hobby muss man sich leisten können! Einer geht jedes Wochenende angeln und hat Angelzeug für einige 1000 EUR. Ein anderer fährt Motorrad. Wieder ein anderer ist Sportflieger. Und ambitionierte Hobbyradfahrer haben auch einige 1000er für ihr Rad hingelegt.
Geh' in dich, rechne mit spitzem Stift durch - oder sieh' es als Hobby und mach' es zu deinem Projekt!