Hallo Hutfahrer,
ich bin zwar in anderen Dimensionen wie Du unterwegs, kann Dir aber vielleicht trotzdem ein paar Hinweise geben.
Serienmäßig ist mein Samurai auf 205/70 R15 unterwegs. Die haben einen Abrollumfang von rund 2,15 m.
Im Moment fahre ich 255/70 R15 (aber mit kürzerem Getriebe). Hier habe ich noch keine Tachoangleichung gebraucht. Die Herstellerangabe des Umfangs liegt bei 2,38 m. Ich habe mal nachgemessen und bin auf 2,31 m gekommen. Aber die sieben Zentimeter reißen es auch nicht mehr raus.
Macht also im schlechtesten Fall eine Differenz von 23 Zentimentern, oder, von der Originalgröße ausgehend: 10,7 Prozent, im praktischen Zustand aber nur sechzehn Zentimeter, also rund 7,5 Prozent.
Jetzt kommt das Lustige: Mein Tacho zeigte nach dem Umrüsten auf diese Reifengröße etwas zuwenig an. Der Prüfer hat aber darauf gar nicht geachtet, da für den Samurai eine Freigabe für noch größere Reifengrößen ohne Tachoangleich vorliegt.
Mittlerweile habe ich die Feder im Tacho etwas nachjustiert, so dass er wieder auf rund fünf km/h genau stimmt.
Kann man über den Drehzahlmessser machen, indem man die Geschwindigkeit bei einer bestimmter Drehzahl über die Übersetzung ausrechnet (hängt natürlich auch wieder vom Fehler des Drehzahlmessers ab), oder man nimmt ein GPS-Gerät her.
Ich weiß jetzt nicht, wie Dein Prüfer reagiert, aber: sobald der Tacho weniger anzeigt als Du wirklich fährst, sehen die meisten rot. Über die Genauigkeit des Tachometers wurden schon in so vielen Foren verschiedenste Meinungen kund getan, jeder sagt was anderes. Zu wenig darf er nicht anzeigen. Wenn er genau stimmt, kann der Prüfer nix sagen und alles was er zuviel anzeigt, hängt oft vom Prüfer ab. Dem einen ist es egal, ob drei oder zehn km/h mehr, der andere hat seine festen Prozentwerte im Kopf.
+ 2,25 % mehr dürften aber kein Hemmschuh für eine Eintragung sein, -1,12 % schon eher. Aber wie gesagt... alles Ermessenssache - und: Frage: Stimmt Deine Tachozeige mit der jetztigen Reifengröße auf den Stundenkilometer genau?
Liebe Grüße,
Christian