Beiträge von bigg_c

    So, nun mal im Ernst!

    Wenn in den Ansaugquerschnitt irgendwas (und sei es noch so ein neuartiges Teil) eingebracht wird, dann folgt daraus (Physik) eine Erhöhung des Strömungswiderstands.

    Und daraus ergibt sich der Umkehrschluss: Wenn man also nichts in den Ansaugquerschnitt platziert, müsste der niedrigste Strömungswiderstand gegeben sein und dann müsste der Motor auch die grösste Leistung abgeben können. (Wenn denn der auch darauf abgestimmt ist!!!)

    Ich glaube da liegt der Hase im Pfeffer. Nur den Filter wegmachen oder austauschen hilft nämlich nicht!!!
    Die Motorsteuerung muss mit geändert werden.
    Im Teillastbereich macht das die Lambdaregelung ohnehin. Aber die wird ab 4400U/min abgeschaltet und der Motor arbeitet nur auf seinem Kennfeld ohne Regelung!!!
    Wenn da Leistung rauskommen soll, muss auch der Kraftstoff dafür da sein! (heisst ja nicht umsonst so ;D )

    Das gleiche gilt übrigens auch für die Abgasanlage. Fächer ohne Motorsteuerung ist witzlos!

    Macht doch nicht den alten Mofafahrerfehler, lauten Sound mit richtig Leistung zu verwechseln. Ein Prüfstandlauf vor und einer nach der Modifikation schafft Klarheit.

    Grüsse bigg_c

    Hi!
    Ich hab mir mal die Daten des 95er EPROMs angesehen. Also eines ist Sicher. Die komplette Software des 95er Steuergeräts ist nicht mit dem aus einem 91er kompatibel. Ich habe viele Kommunikationsroutinen und Terminalausgaben gesehen. Vermutlich arbeitet im 95er auch ein anderer Prozessor.

    Aber die Sache mit dem 32k EPROM dürfte dann funktionieren, wenn sichergestellt werden kann, dass vom Prozessor auch nur ein 16k Block adressiert wird. (ganz einfach: nachschauen ob A14 überhaupt zum Proz. verdrahtet ist). Wenn nicht, liegt der Pin vermutlich auf 5V. Du musst beim Programmieren nur den Offset von 16k berücksichtigen, dann wärs das. Oder Du baust gleich nur ein 16k EPROM ein.

    Wenn Du mir die Dateien per email zuschickst, schaue ich mir die Sache mal in Ruhe an.

    Frohes Neues
    Grüsse bigg_c

    CHRIS-DO
    Eine Berechnung der Einspritzdaten ist mit diesen schimmeligen 8-Bit Prozessoren undenkbar. Funktioniert ohnehin nur bedingt, denn stell dir den Ausfall eines Sensors vor: Dann könnte nichteinmal ein Notprogramm gefahren werden, weil nix da ist für eine Berechnung!
    Es gibt schon Ansätze diese Berechnungen im Steuergerät zu machen aber dazu musst du richtige Prozessorkanonen verwenden: 32-Bit Systeme minimum!
    Sogar in heutigen Steuergeräten wird immer noch die Kennfeldmethode verwendet.

    Spannungsschwankungen werden nicht durch einen eigenen Baustein kompensiert, sondern einfach über eine Korrekturkennlinie (liegt auch im EPROM) und AD-Wandlung gemessen und dann ausgeglichen.

    Nachholer

    Es müsste vielleicht mal jemand ein 94er Steuergerät öffnen und einfach mal nachschauen was dort drin ist. Ich hab hier mal Bilder vom 91er gepostet. Wenn sich jemand findet, der Bilder vom 94er einstellt wäre ein Vergleich möglich.

    FROHES NEUES
    bigg_c

    Hi!
    Ich kann leider nur zum Steuergerät des 89er bis 91er GTI meinen Senf ablassen. In diesem Steuergerät arbeiten zwei HITACHI 8-Bit Controller. Der einzig mögliche Speicherbereich, der zur Ablage von Daten adressiert werden kann ist das interne Ram. Dies ist jedoch viel zu klein (125 Bytes) um irgendwelche Kennfelddaten abzulegen. Zudem ist es nicht gepuffert!!!
    D.H. Wird die Batterie abgeklmmt, wären alle gelernten Daten weg.

    ---> Kann gar nicht selbstlerned sein!!!

    ---> Einfahren ist BULLSHIT!!! ;D

    Ausserdem wird bei Drehzahlen über 4400 U/min die Lambdaregelung abgeschaltet. Das Steuergerät arbeitet in diesem Bereich mit festem Mapping ohne Regelkreis.
    D.H. Es werden direkt die Kennfelddaten aus dem EPROM zur Steuerung der Einspritzung und der Zündung verwendet und diese nicht noch durch die Rückmeldung der Lambdasonde beeinflusst.

    FROHES NEUES

    bigg_c

    Hab gelesen, dass viele Probleme haben und nicht wissen wovon hier eigentlich die Rede ist. :)

    Das Steuergerät:
    Es kontrolliert alle Motorparameter und steuert die Zündung und die Kraftstoffeinspritzung.
    Es sitzt im Innenraum ungefähr über dem Kupplungspedal und ist ein 170X170X45 mm grosser messing- bzw. alufarbener Kasten mit 3 hellgrünen Steckern.
    Darin ist im Prinzip eine Treiberplatine und eine Prozessorplatine.
    Die Prozessorplatine ist ein Kleincomputer mit einem Programm. Dieses Programm greift auf abgelegte (im EPROM) Daten zu, die die Zuordnung von gemessenen Motordaten und den gesteuerten Zünd- und Einspritzwerten festlegen.

    Ein EPROM:
    Ist ein Speicherbaustein, der einmal einprogrammierte Daten auf Dauer speichern kann. Er kann nur im ausgebauten Zustand neu programmiert werden. (Darum auslöten) roter Pfeil

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/cornel.biggel/Swift/EPImE.jpg]

    Das Chiptunig:
    Ist die Veränderung genau dieser Zuordnung durch neue Daten (auch wieder in einem EPROM). Um nun unterschiedliche Chips, oder sogar wieder den originalen Chip einbauen zu können (AU, TÜV ...) wird ein IC-Sockel an die Stelle des originalen EPROMs eingelötet.

    [Blockierte Grafik: http://home.arcor.de/cornel.biggel/Swift/EPIoE.jpg]

    Nachdem die Platine von Flussmittelresten gereinigt worden ist, wird die Oberfläche zum Schutz vor Feuchtigkeit und Oxidation mit Plastikspray versiegelt.

    Ich hoffe das hilft manchem weiter.

    Grüsse bigg_c

    Guter Beitrag von Ludwig.

    Ein kleiner Einwurf: Lambda grösser 1 ist schwer gefährlich für Motoren unter Last --> mager --> Verbrennungstemperaturen zu heiss --> Loch im Kolben --> schieben.

    Die grösste Leistung hat ein Hubkolbenverbrennungsmotor bei Lambda von 0,85!!! :)

    Ludwig
    Hast Du Dein EPROM schonmal ausgelesen? Wenn ja gibt es eine Hex-Datei? Wenn ja, kann man die vielleicht in den Datenpool von LittleDivil aufnehmen???

    Grüsse bigg_c