Beiträge von mastermaid

    Das Update ist kalter Kaffee. Gibt es schon ewig und hat nicht geholfen.

    Habe es mir schon gedacht, aber wollte die Hoffnung nicht begraben.

    Hab grade nochmal ne Logfahrt gemacht. Gestern bei Nässe und ca. 5 Grad weniger hatte meiner ja wieder kleines Loch entwickelt und nen leichten Kick bei 4000. Heute ist es trocken und ca. 5 Grad wärmer gewesen. Aus dem Loch ist ein Miniplateau geworden und der Kick ist verschwunden.

    Im Log von gestern lag der Boost Peak bei 1,04 bar und im Log von heute bei 1,02 bar. Damit ist mein Gestänge immer noch ziemlich aggressiv eingestellt. Aber ich sehe mich grundsätzlich in meiner Theorie bestätigt.

    Ne kaputte Dose wird zu Schutzstrategie lite führen. Wenn du dann wie ein Rentner mit dem kleinen rumfährst, beruhigt er sich wieder, bis er neue unplausible Werte erkennt. Und je aggressiver das Wastegate gestellt ist, umso mehr fallen Wetter, Sprit, Temperatur usw. ins Gewicht. Letzten Endes ist auch nicht nur der dauerhafte Boost hintenraus entscheidend, sondern, wie aggressiv der sich aufbaut. Und das ist ja im unteren und mittleren Bereich viel aggressiver, als obenrum. Da passieren dann die Overboosts. Deswegen das Loch. Das ist aktives Gegenregeln von der ECU. Also Dose defekt oder "zu aggressiv" eingestellt. Ne defekte, oder ermüdete Feder macht genau an der Stelle total Sinn.

    Werden sehen, ob mein kleiner nochmal Zicken macht. Tendenziell sollte es ja wärmer werden und die Probleme damit weniger werden. Oder ich dreh nochmal ne halbe Umdrehung länger.

    Hui. Da musst du uns aber auf dem Laufenden halten. Da bin ich sehr gespannt.

    So, wie ich das ganze verstehe, kommt das Loch bei 2400 und der Kick bei 4000 Umdrehungen tatsächlich von der Regelcharakteristik. Du merkst es mehr, je näher du dein Wastegate an der Kennfeldgrenze eingestellt hast. Dadurch steigt der Boost im unteren Drehzahl bereich schneller an, als die ECU es erwartet und sie regelt dagegen. Da entsteht das Loch. Ich würde vermuten, daß sich die Klopfeinstellung da auch auswirkt. Bei 4000 Umdrehungen lässt sie dann los, daher der Kick. Kein Gegenregeln mehr.

    Von nem Kick bei 5000 hab ich bisher noch nichts mitgekriegt. Der tritt bei mir nicht auf.

    Mal sehen, wie er heute drauf ist. Werde nachher mal melden.

    Wer weiß..wir sind mit einigen Ponys verabredet (alle ohne Leistungsprobleme😁) zum Treffen, quatschen und im standesgemäßen Diner. Ich muss aber leider um 14 uhr wieder in der Heimat sein.

    Die KI hat auch leider schon so manch eine falsche info rausgehauen. Bzgl des Leistungsproblems sagt es nämlich, das schlechter Sprit die Ursache ist...und einen Satz vorher hieß "...die Ursache ist unbekannt"


    KI-Zitat:

    Ursachen und Behebung: Dies wird oft auf schlechten Kraftstoff (niedrige Oktanzahl) zurückgeführt, der den Motor in einen "eingeschränkten Modus" versetzt. "Das Problem scheint durch schlechten Sprit (niedrige Oktanzahl) verursacht zu werden." Ein ECU-Software-Update oder Remapping kann das Problem beheben. "Repariert. ECU-Neuprogrammierung." 

    Hmm... Also ohne den Chatmann hätte ich diesen ganzen Kram nicht durchziehen können. Bei mir war das auf jeden Fall unfassbar hilfreich und ist es immer noch. Jetzt hab ich langsam richtig Ahnung vom Turbosystem. 😉

    Aber ja, hast schon recht, daß man da nicht blind vertrauen kann. Hängt vllt auch davon ab, wie man dran geht. Ich lass den immer meine Logfiles analysieren und das macht er erstaunlich gut. Auf die Druckdose bin ich aber alleine gekommen. Dennoch bleibe ich dabei, daß das der Hauptverdächtige sein sollte.

    Ich habe den Overboost ja selbst gesehen. Und danach lagen nur noch 90ps an. Adaptionsfahrt behebt das Problem. Laut dem Chatmann liegt das Maximum, was die ECU toleriert so bei 1,05 bis 1,1 bar. Aus meinen Erfahrungswerten kann ich sagen alles unter 1,05 bar war bei mir safe. 1,05 bar und drüber führen zu unserem Leistungsproblem.

    Laut dem Chatmann liegt das Boost Target vom Werk aus bei 0,8 bis 0,9 bar. Da wäre ordentlich Luft nach oben, wenn man mal 1,05 bar als Triggergrenze für Probleme nähme. Also für mich passt das alles zusammen. Besonders, weil ich jetzt weiß, wo das Problem anfängt, und wie ich die ECU wieder in die Spur bekomme. Mein Boost Peak im letzten Log lag bei 1,03 bar. Das war, nachdem es angefangen hatte zu regnen und es deutlich kühler war. In der Adaptionsfahrt war es noch sonnig und wärmer. Das hat also Auswirkungen, wenn man so nah an der Grenze ist.

    Bis jetzt fährt meiner immer noch einwandfrei. Ab jetzt fahr ich nur noch mit OBD Tool, dann wird mir auch nichts entgehen. Vllt muss ich das Gestänge nochmal verlängern. Aber ich bin ehrlich gesagt mittlerweile ziemlich unbesorgt, weil ich sehe, daß das Ziel in Sicht ist.

    Passt schon. ChatGPT hat mir heute verraten, daß ich den LMM checken kann bei 2500 Umdrehungen ohne last. Da meint er, daß so 6g/s richtig wären. Genau da komme ich raus.

    Treffen in Köln. Das ist bestimmt ganz bei mir um die Ecke. Viel Spaß wünsche ich Dir.

    Ist das der Sicherungsbolzen vom Wastegate Gestänge?

    Wenn ja, sieht das beim Hybrid anders aus. ( Siehe Foto)

    Habe heute noch mal überall geguckt ,konnte ansonsten nichts auffälliges finden.

    Rechts von der Druckdose ist ein "OK " ( 2. Foto) auf den Turbo gezeichnet, ist das eine Markierung ab Werk, vom Zusammenbau, wie bei manch anderen Autos auch, oder könnte das ein Hinweis sein, dass das schon mal irgendwie gecheckt wurde ?

    Ich sehe bei dir gar keinen Sicherungsbolzen. Und ne Kopfschraube scheint an Deinem Gestänge auch nicht dran zu sein zum Einstellen. Vielleicht kann man die Dose bei Deinem nicht einzeln tauschen? Bin da überfragt.

    Auf meiner originalen Dose sind nur 3 verschiedene Nummern auf der Rückseite eingestanzt, das wars. OK ist nirgends vermerkt. Bei mir sieht das alles aus, wie bei Mave242, nur halt neue Dose und neue Kopfschraube.

    So, ich hab nochmal ein update.

    Hab meinem kleinen heute die Sporen gegeben, als ich am Vormittag unterwegs war. Ärgerlicher Weise ohne das OBD Tool mitlaufen zu lassen. Aber glücklicher Weise konnte ich sehen, was passiert.

    Die onboard Anzeige für den Boost is zwar ungenau und was träge, aber die hat konstant für bestimmt 3 Sekunden über 1 bar angezeigt. Da wußte ich schon gleich ist es wieder soweit. Und so war es dann auch. Leistung danach wieder reduziert.

    Daß mein Gestänge noch ziemlich aggressiv eingestellt war, hatte ich ja gesagt. Hätte es wohl so gelassen aber geht so ja scheinbar dann nicht. Also hab ich das nochmal ne halbe umdrehung länger gestellt. Dann eben ne Adaptionsfahrt mit Log gemacht 50km.

    Leistung ist jetzt wieder da. Kein Loch mehr bei 2400U. Kein Kick mehr bei 4000U. Der Boost Peak lag im Log bei 0,95 bis 1,0. die Leistungsentwicklung ist jetzt genauso, wie sie war, bevor das alles los ging

    Inwieweit das jetzt zuverlässig ist, bleibt natürlich abzuwarten. Das letzte Setup hat ca. 500km gehalten bis zum Overboost. Daß das Loch und der Kick aber verschwunden sind, stimmt mich zuversichtlich. Aich die Tatsache, daß ich genau gesehen habe, wann und wodurch die Schutzstrategie, denn das muss es sein, ausgelöst wird.

    Ein paar Dinge möchte ich aber mal klar festhalten.

    Mein Steuergerät geht bei hohem Overboost in Notlauf. Schätze mal so ab 1,3 bar. Dann gibt es nen Fehler, den man löschen kann und alles ist wieder ok. Sofort.

    Ist es nur ein geringer Overboost, gibt es keinen Fehler. Aber die Leistung fällt ab auf 90 PS und Boost im niedrigen Drehzahlbereich bis 0,75 bar und mittlerer und hoher Drehzahlbereich 0,5 bar und nach oben hin fallend Richtung 0,3 bar. Das kann nichts anderes sein, als ne Schutzstrategie lite, weil leichte Abweichungen vom Kennfeld registriert wurden Das Löschen des Fehlerspeichers und das Abklemmen der Batterie haben in dem Fall nie etwas bewirkt. Ausschließlich Adaptionsfahrten im Rentnermodus.

    Mein Steuergerät fängt offenbar ab 1,05 bar an, sich Filme zu fahren. 1,05 bar oder höherer Boost führt zur Leistungsreduktion.

    Ja, ich bin da ziemlich Deiner Meinung. Es muss irgendeins dieser Teile sein. BCS, BOV oder Druckdose. Zumindest, solange das Wastegate ok ist und das nicht selbst klemmt, was bei mir definitiv nicht der Fall ist. Das wird ne Werkstatt sicherlich mal bewegen und prüfen, ob es beweglich ist. Die Druckdose wird ja meist per Handpumpe geprüft. Das würde also nicht wirklich auffallen, solange die Membran noch dicht ist. Nen Fehler kann die ja nicht wirklich werfen. Denke die beiden Ventile können das aber. Hatte das BCS testweise mal ab, um zu sehen, was dann passiert vor ner Weile. Da war gar kein Losfahren ohne Dauerwarnung. Mein Suzuki Mann meinte, daß das BOV letzten Endes auch in Frage käme, wenn es den Druck nicht zuverlässig halten kann. Macht auch Sinn.

    Bin gespannt, was bei Dir rauskommt mit neuer Dose und neuem BOV. Drücke die Daumen, daß Du ans Ziel kommst.

    Hat hier jemand ne Referenz, wieviel der Luftmassenmesser so als Maximum ca. messen müsste? Hab den Eindruck, daß das bei mir zu wenig ist und früher mehr war. Aber kann es nicht beschwören. Aber ChatGPT sagt auch so ca. 160-170g/s sollten es sein. Da kommt meiner aber nicht hin. 130-140g/s maximal.

    Ja muss ich mal reinsehen, also er ist von Ende 22 , 65k KM und war jedes Jahr bei Suzuki zur Inspektion, zuletzt letzte Woche.

    Im Service Heft sind halt nur das Datum und die jeweiligen Stempel aber es steht nicht dabei was genau gemacht wurde.

    Seitdem Fehlerspeicher Reset und ein paar Fahrten mit Super Plus, das ravenol ist jetzt auch drin, zieht er untenrum deutlich besser ohne das Loch, aber er kommt mir bei 4000 Umdrehungen etwas zugeschnürter vor ,wo er vorher ja wie eine Rakete abging. Lade Druckanzeige geht dann auch immer ein Stückchen zurück. Subjektiv fühlt sich das aber gerade mehr so an wie es ab Werk sein sollte, mehr linear nur dass ich den Punch bei 4000 vermisse, der hat durchaus Spaß gemacht.

    Suzuki hat mir gesagt, daß das normal wäre mit dem Punch bei 4000. Aber ehrlich gesagt habe ich den kleinen von Anfang an und das war so nie. Damit ging meine Problematik ja los, bis sie hier endete.

    Hätte mir am liebsten gleich ne Kunigawa Dose geholt, aber ich habe keine Lust auf den Ärger, der damit potentiell zusammenhängt.

    Ich bin gespannt, was von Mave242 kommt bezüglich Dosentausch. Ich hatte das zwar nicht erwähnt, aber die beiden Ventile waren original von Suzuki. Die Dose können die ja nicht einzeln bestellen leider.

    Das Motoradditiv werde ich mir wohl auch die Tage mal besorgen. Aber is grad noch viel Monat übrig, also vermutlich erst in 2-3 Wochen.

    Bin mittlerweile +500km gefahren und Leistung liegt immer verlässlich gleich an. Und ich prüfe das natürlich auch ständig, weil ich mir denke, daß es ja doch wieder los gehen könnte. Aber bis jetzt alles super.

    Danke, auf den ersten Blick ist mir nichts aufgefallen, schaue am WE nochmal genauer.

    Morgen probiere ich das Ravenol Petrol Power Performance Additiv.

    Also was Naff meinte, wär auch mein erster Blick. Alle Schläuche am BCS checken, ob die dicht sind und richtig sitzen. Auch auf eventuelle Beschädigungen prüfen. Die können manchmal ganz fies klein sein. Das nächste wär dann das Ventil. Und danach dann die Dose.

    Gemessen an meinem Verlauf würde ich bei den Faxen, die Deiner macht, aber ehrlich gesagt auch auf die Dose tippen. Habe so das Gefühl, daß die Dosen nicht unbedingt sehr langlebig sind. Habe spaßeshalber die alte Dose nochmal mit der eingebauten Austauschdose verglichen. Das Gestänge der originalen Dose wäre jetzt viel zu lang, um das Wastegate vernünftig zu schliessen. Also is die definitif defekt. Und bei mir ging es alles los mit genau diesem Effekt mit Loch bei 2400U und kick bei 4000U. Und dann iwann war gar kein Boost mehr da, außer mal hin und wieder.

    Offenbar hast Du ja ein OBD tool. Am besten logst Du mal alles mit, was so machbar und sinnvoll ist und exportierst Dir Dein log und schickst es Dir dann selbst an Deine Mail Addy. Dann kannste es runterladen und die Datei an ChatGPT verfüttern zur Analyse. Der hat erstaunlich viel Plan von unseren Swifts und wahrscheinlich wär ich ohne nicht ans Ziel gekommen.

    Danke für den Tipp mit dem Fehlerspeicher. Das hab ich öfters probiert. Hatte in meinem Verlauf tatsächlich immer nur Einfluß, wenn auch ein Fehler geworfen wurde. Aber Abklemmen war ja auch ohne Effekt.

    In meinem Fall würde ich es tatsächlich auf die Dose selbst schieben, denn genau gleich kann die ja nicht sein. oder auf eben leicht zu viel Vorspannung im Bezug auf die Kennfelder. Aber es ist oberhalb von 2400U jetzt einfach zu schön.

    Hab mir die Dose über eBay aus Lettland bestellt. Kam per FedEx nach bereits 1,5 Tagen.

    https://www.ebay.de/itm/298143006328

    Viel Erfolg beim Tausch. Ich drück die Daumen!

    Noch ne Anmerkung: das Gestänge war minimal zu lang. Hab die Arettiermutter genutzt, um festzulegen, was weg muss und dann mit ner kleinen Eisensäge 2-3mm weggesägt. Musst halt aufpassen, daß das Gewinde heil bleibt, sonst musste nachschneiden.

    Das heißt es lag bei dir jetzt an einer zu schwachen Feder des Wastegates? Und das neue Wastegate hat mehr Spannung auf der Feder und hält damit zuverlässig zu?

    Ja, es lag daran, daß die feder in der originalen Dose zu schwach war. Sowohl vor dem Tausch der Dose, als auch danach hatte ich die identische Problematik, daß das Auto mal normal viel Leistung hatte und mal deutlich zu wenig.

    Die neue Dose ist halt nicht von Suzuki, sondern ein Nachbau, der sicherlich in seiner Spezifikation nicht genau gleich ist. Die Membran könnte leicht abweichen und die Stärke der Feder potentiell auch. Aber Fakt ist, daß ich verlässlich Leistung habe. Also ja, alles funktioniert einwandfrei, nur nicht ganz exakt so, wie es das Steuergerät erwartet. Eine weitere Glättung der Leistungskurve wäre sicherlich machbar, wenn ich das Gestänge noch etwas länger stelle, aber vermutlich dann auch unter leichtem Leistungsverlust nach oben raus. Das Einstellen war die Pest.

    Ich habe halt immer geblaubt, daß Abklemmen alles resetten würde, aber das war offenbar nicht der Fall. Also am besten mit OBD Tool den Boost Peak checken, falls man die Dose tauscht. Alles über 1 bar hat bei mir zum besagten Leistungsverlust ohne jegliche Indikation geführt. Das wär so mein Tipp.


    Und dann Asdaptionsfahrt. 30-50km und am besten im Rentnermodus.

    Ich mach bei der Druckdose immer den Schlauch sprüh Silikonfett rein damit alles schön geschmiert ist, ich hatte das bei 2400 umdr auch seit den abschmieren nicht mehr (wichtig das man auch beim Turbo das Gestänge abschmiert).

    Hmm... Den Gedanken verstehe ich. Aber ich hab trotzdem Einwände. Beim Schlauch denke ich mir dicht ist halt dicht.

    Und beim Gestänge, bzw beim Gelenk der Wastegate Klappe ist Silikonfett bestimmt eher nicht das richtige wegen der Temperaturentwicklung. Du hast geschrieben immer. Vielleicht machst du das regelmäßig? Kurzzeitig könnte das schon was bringen, bis es verfliegt. Hier im Thread hat einer Anti-Seize empfohlen. Das ist vermutlich das einzige, was an der Stelle mit der Temperatur klar kommt.

    Aber meine Wastegate Klappe qietscht auch. Denke das werd ich in nächster Zeit noch auf das Gelenk der Klappe schmieren.

    Mein 2400U Loch kommt definitiv von der Dose bzw. der Einstellung des Gestänges. Ist im log sichtbar durch Zündrücknahme. Denke umgekehrt ist er oberhalb ein wenig aggressiver als vorher. Kann mit dem Setting leben, solange IMMER Leistung anliegt. ;)

    Werde nochmal melden, wenn ich das Anti-Seize auf der dem Gelenk der Klappe habe. Aber ehrlich gesagt erwarte ich mir davon nichts, außer, daß es nicht mehr quietscht.

    Hallo zusammen!

    Ich lese schon eine Weile mit.und wollte mal meine Erfahrungen teilen, denn ich habe dieselbe Problematik mit meinem SSS gehabt, aber diese scheinbar langsam im Griff.

    Mein Swift is von 2019 und hat ca 64k km gelaufen. Bis vor 3 oder 4 Monaten war alles super. Dann fing er an sich bei 2400 Umdrehungen immer leicht zu verschlucken. Bei 4000 Umdrehungen entwickelte er einen kleinen Kick. Diese Effekte haben sich dann ca. 3 oder 4 Wochen lang verstärkt, bis ich an den Punkt gekommen bin, an dem kein Verlass mehr auf den Boost war. Dann hab ich festgestellt, daß auch noch der Marder sich einen Teil von meiner Motorabdeckung geholt hat. Als erste Maßnahme habe ich dann alle Schläuche am BCS getauscht. Aber alles unverändert. Mal lag Leistung an, mal nicht. Das OBD Tool hat in diesen Fällen immer etwa 90 PS errechnet.

    Mein Suzuki Mann hatte da wohl schon das große Geld gerochen und wollte sich ausgedehnt mit meinem kleinen beschäftigen. Ich habe es jedoch vorgezogen, das ganze, soweit möglich, erstmal selbst anzugehen. Also habe ich ihn lediglich die Kerzen tauschen lassen. Ohne jeden Erfolg.

    In der folgenden Woche habe ich mir dann mit einigen Tagen Abstand die beiden Ventile besorgt, wie auch andere hier im Thread. Nachdem ich das eine getauscht hatte, war es kurz gut, dann wieder schlecht. Wie gesagt 2 oder 3 Tage später das BCS dann getauscht. Und dann wurde es richtig schlimm. Bin daraufhin 1 Woche mit 0,3 bar bis 0,5 bar gefahren. Mehr kam nicht mehr.

    Nachdem ich dann nochmal alles mit einem Kollegen durchgesprochen habe, habe ich mich entschieden, die Druckdose auf Verdacht zu tauschen. Die verbaute hat zwar den Druck gehalten, aber die Austauschdose war für um die 30 Euro zu haben. Da konnte also nicht viel schief gehen.

    Als ich die alte Dose raus hatte, war schon klar, daß irgendwas mit der Feder nicht stimmen konnte. Mit der neuen Dose war Druck offenbar nicht mehr das Problem. Auf der ersten Probefahrt direkt Notlauf, weil das Gestänge zu kurz eingestellt war. Aber immerhin wußte ich jetzt, daß Boost möglich ist.

    Nun ist die Druckdose ca. 3 Wochen verbaut. Und ehrlich gesagt war ich am verzweifeln, weil er einfach nicht verlässlich geboostet hat. Mal ja, mal nein. Und das, nachdem ich eigentlich am sweet spot gelandet sein sollte mit der Gestänge Einstellung. Und vor drei Tagen ist es mir dann aufgegangen. Das Abklemmen der Batterie war jedes Mal erfolglos. Nur Adaptionsfahrten können das Steuergerät scheinbar zurück auf Spur bringen. Diese Adaptionsfahrten hätte ich bei den Spritpreisen nie gemacht, aber die Fahrten standen halt sowieso an. Außerdem war die Austauschdose extrem zickig. Da das innere an den Schrauben verankert ist, muss man echt aufpassen, daß das alles richtig sitzt, sonst verändert die Stange unter Unterdruck ihre Geometrie, statt gerade zu ziehen.

    Nun ist der boost zurück. Ich habe immer noch das Verschlucken bei 2400 und den Kick bei 4000 umdrehungen. Dennoch scheint dies, vorher bedingt durch die defekte Dose, nun zu passieren, weil die neue Dose etwas "straffer" ist, als vorgesehen. Die Logdaten sehen ganz gut aus. Laut ChatGPT sogar besser als Serie.

    Aber das wichtigste: es liegt verlässlich die gleiche Leistung an. Entscheidend bei mir war, das mein Gestänge zwar schon gut eingsstellt war, aber der Peak Boost hier und da mal zu hoch ging, so daß das Steuergerät auf Schutzstrategien umgeschaltet hat. Dann war die Leistung einfach weg. Nun befindet er sich im Zielbereich. Untenrum greift das Steuergerät jetzt noch ein (siehe 2400 Umdrehungen), wenn man vollgas gibt. Über 2500 ist alles super. Die Charakteristik der Leistungskurve ist laut Suzuki normal. Nur, daß ich das die letzten 7 Jahre nicht feststellen konnte.