Morgen Samson,
Ja, eigentlich macht der Hybrid in einem Kleinwagen keinen Sinn - zu teuer und die Einsparung ist nicht der Rede wert.
Meine Angaben sind vom angezeigten Wert im Display - da kann auch irgendwas stehen….
Wie auch die durchschnittlichen Verbrauchsangabe die bei mir dauernd auf 5.3 Liter steht, in der Realität sind es dann 5.2 - 6 Liter.
Sparsam? Den Werksangaben entsprechend - das geht in Ordnung.
Ich fahre entspannt und vorausschauend - und nutze oft kurzfristig die Drehmmomentwelle bei 2900 U/min falls es flotter gehen sollte.
Der Vitara/Baleno/Swift mit Turbo und Auto braucht nicht viel mehr - geht jedoch flotter dank mehr Drehmoment. Der Panda Hybrid ist in etwa gleich - aber träger da weniger Leistung und vom Gewicht her schwerer.
Der Hybrid ist ja ein Mild-Hybrid, da kann man nicht viel erwarten. Batteriekapaztät 0.1 kW, Leistung e-Motor 2kW und max. 35 Nm Drehmoment.
Eine Spielerei - die Batterie ist für einen mehrmaligen zusätzlichen Punch beim Beschleunigen schlichtweg zu klein und entleert sich schnell.
Einziger Vorteil bei der Rekuperation: man donnert nicht in den nächsten Verkehrskreisel da der Wagen beim Laden der Batterie an Geschwindigkeit verliert, ebenso beim Kurvenfahren oder beim Fahren mit wechselnden Geschwindigkeiten. Also Gas weg, Hybrid arbeiten lassen, kein oder nur leichtes Bremsen notwendig.
Eigentlich wollte ich nur die stufenlose Automatik haben, da war der Hybrid nun mal dabei.
Ich kannte die Automatik noch vom Subaru Justy, Fiat Panda Selecta, Ford Fiesta CLX und später die von Toyota und fand das Arbeitsprinzip schon immer Klasse. Die hat ja auch jeder Roller.
Ist jedoch nicht jedermanns Sache und es braucht eine gewisse Angewöhnungszeit.
Vorurteile - Gummibandeffekt - und mangelnde Markt-Akzeptanz verhinderte bis anhin eine grössere Verbreitung. Dennoch: seit Jahren im Einsatz bei Subaru, Toyota und Nissan.
Ach ja, fällt mir gerade ein: die Bremsen könnten auch mehr Biss haben.
Zu den Sitzen: kann mich auch irren - bei Kauf des Ignis sass ich zum Vergleich im neuen 1.5 Liter Sauger-Hybrid Vitara - da merkte ich keinen Unterschied. Werde nochmal gucken. Vermute mal die sind jedoch die gleichen wie im Swift und Baleno.
Nach 2 Stunden Sitzen werden sie unbequem und man beginnt hin- und herzurutschen.
Es fehlt an Unterstützung an den Beinen und Rücken.
Aber: die Sitze sind immer noch besser als die vom Panda und von meinem 2007 Ford Fusion der die gleichen Sitze hat wie im Fiesta. Die sind kleiner als die vom Ignis, haben kaum Konturen und man sitzt wie in Campingstühlen. Kein Vergleich zu den Sportsitzen vom 2003-2010 Fiesta 1.6 S bzw. 2.0 ST150, letztere haben Ricardo-Niveau - die sind echt Klasse!
Aber: die Qualität der Autos wurde bei jedem Modellwechsel runtergefahren, billiger um jeden Preis.
Beim neuen Golf 8 oder Subaru Forester sind die Sitze nicht mit einem Golf IV oder dem kantigen Subi von 2003 vergleichbar. Einfach billiger Stoffbezug der nach einem Jahr wellig wird. Nicht mehr hochwertig gewoben sondern einfach ein einfaches Tuch, die Konturen sind im 2. Jahr nicht mehr spürbar und die Sitze fallen bei einem echten Kerl schon fast auseinander.
Früher gab es oft einen robusten gewobenen Sitzbezug und je nach Modell sogar mit einer zusätzlichen wasserresistenten Stoffschicht für Jäger und Förster (Subaru). Das alles mit echtem Komfort, inkl. fetten Konturen und teils mit Rückenstütze - heute Wunschdenken. Da ist nicht nur der Ignis betroffen. Früher konnte man noch Recaro-Sitze als Option direkt bestellen oder nachrüsten, seit die Hersteller nun alles selbst fertigen bzw. einkaufen fällt auch diese Variante weg.
Einzig was fehlt ist eine abklappbare Beifahrersitzlehne, dann hätte man mehr Laderaum und Ladelänge zum Transport grösserer Sachen.
Meine km-Fahrleistung deckt sich mit deiner.
Man spult Kilometer ab ohne dass man es merkt. Ich fahre zu 50 % Autobahn, da ist das niedrige Motorgeräusch dank Automatik und das Komfortfahrwerk ein Plus, der Ignis der 1. Serie ist da wesentlich straffer und hüpft über Bodenwellen.
Die Motorleistung ist bis 110 km/h ausreichend, darüber geht es gemächlich.
Zum Beschleunigen bzw. Überholen verwende ich je nach Bedarf die Schaltwippen am Lenkrad um den elektronischen 6./7. Gang anzuwählen, so vermeide ich dass der Motor eine Drehzahlorgie veranstaltet zumal die Beschleunigung gemächlicher ist als im angewählten Gang. Ansonsten sachte mit dem Gaspedal spielen oder gleich den Tempomat aktivieren. 120 km/h reicht als max. Reisegeschwindigkeit, darüber merkt man den Luftwiderstand aufgrund der hohen Karosserie, somit ist nach meiner Erfahrung 110 km/h ideal zum Cruisen auf der Bahn.
Bin mal gespannt wie lange die Automatik hält - beim Subaru Justy gab es in den USA auf das CVT keine Garantie da das Getriebe nicht highwaytauglich war und verschliss. Ein Grund warum der Justy mit CVT dann nur noch in Japan verkauft wurde. Ist jedoch lange her…
Fazit: toller Wagen, bin begeistert. Hätte schon viel früher zu Suzuki wechseln sollen.
Kritikpunkte:
- Die Lenkung könnte etwas direkter sein, das ist jedoch dem kurzen Radstand geschuldet.
- Der mehr auf Sparsamkeit ausgelegte und leistungsreduzierte Motor, die weichere Fahrwerksabstimmung mit den schmalen Reifen erlauben - auch dank des geringen Gewichts - eine durchaus flotte Fahrweise bis 100 km/h - aber keinen Rallyfahrstil, da wird der Ignis nervös, speziell bei kurzen S-Kurven-Kombinationen. Ein Plus: die Seitenneigung ist minim, kein Vergleich zum Panda - der ist ein Schaukelpferd - und fühlt sich an wie ein Schiff im Sturm.
Fazit: Mein Fahrstil hat sich mit dem Ignis komplett verändert.
Ich bin da viel entspannter unterwegs und geniesse das Cruisen - somit bleibt auch der Führerschein auf der sicheren Seite.
Meine Schwester hat seit 2023 ein 2018 4x4-Modell, auch begeistert. Sie wollte bewusst keinen Hybrid.
Zu guter letzt:
- die Bodenfreiheit von 18 cm ist ein Plus und übertrifft manchen 4x4. Ein Mehrwert bei Schnee und schlechten Strassen mit Schlaglöchern.
- vom Preis her ist der Ignis nicht billig - dafür ist der Restwert umso höher.
Kleinwagen wurden in den letzten Jahren 30 - 50 % teurer. Der neue 2025 Panda/Pandina Hybrid kostet vollausgestattet schon fast soviel wie der Ignis.
Das Angebot seitens der Hersteller wurde jedoch seit 2024 massiv reduziert da etliche Modelle aus Kostengründen gestrichen wurden - auch wegen den neuen EU-Vorgaben bezüglich den Fahrsicherheitssystemen.
- Elektro-Suzuki: da soll was kommen, jedoch grösser. Abwarten. Der neue Hyundai Inster sieht ja aus wie der Ignis - wobei die Preise mit voller Hütte ganz schön heftig sind.
Denke ohne eigener Solar-Lademöglichkeit macht das keinen Sinn da die Ersparnis massiv ist. Reichweite und Klima je nach Region ist auch ein Thema.
Die Investition ins Auto, Wallbox/Charger und Solar-Panels ist ja nicht wenig. Als Mieter hat man nicht unbedingt die Möglichkeit zu Hause aufzuladen.
Verrückt: konnte man bis anhin einen gebrauchten Verbrenner für wenig Geld kaufen (Euro 3000 - 5000), so kostet ein gebrauchter Elektro nun minimal das Dreifache - mit einer beschränkten Reichweite von max. 200 km, reel 150 km.
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