Ich möchte auch mal meine Erfahrungen zu dem Thema teilen, weil ich ein sehr ähnliches Problem mit sporadischem Leistungsverlust hatte.
Vorab zum Verlauf:
Am Anfang war das Problem quasi gar nicht vorhanden. Damals hatte mein
Suzuki Swift Sport
ca. 90.000 km gelaufen.
Erst etwa 5.000 km später (ca. 95.000 km) fing es ganz leicht an:
- sehr seltene Leistungsprobleme
- vielleicht einmal im Monat für ein paar Minuten
- ließ sich immer durch eine kurze „Konditionierungsfahrt“ beheben
(ca. 15 Minuten mit 80 km/h im Tempomat auf der Bundesstraße)
In den letzten Monaten (aktuell ca. 110.000 km Laufleistung) wurde es dann deutlich schlimmer:
- Problem trat täglich auf
- vor allem nachdem man das Auto belastet hat (also stärker beschleunigt / ausgefahren)
Ich habe zunächst die beiden Solenoidventile gereinigt – einmal das für das Wastegate und einmal das für das Blow-Off-Ventil. Diese habe ich mit Drosselklappenreiniger gespült.
Zusätzlich habe ich das Blow-Off-Ventil selbst ausgebaut und mit Bremsenreiniger gereinigt (Bremsenreiniger nicht die best Lösung wegen O-Ringen - besser wäre evtl Drosselklappenreiniger), da dieser einen leicht Öligen Anschein machte- vermutlich durch die Kurbelgehäuße-Entlüftung.
Den MAF-Sensor (Luftmassenmesser) habe ich mit reinem Isopropanol gereinigt – dabei wirklich sehr, sehr vorsichtig, da der Sensor extrem empfindlich ist.
Als ich dann den Luftfilterkasten geöffnet habe, kam der eigentliche Schock:
Eine Metallplatte, die ursprünglich am Luftfilter befestigt war, hatte sich gelöst und lag lose im Luftfilterkasten. Diese wurde teilweise in den Ansaugbereich gezogen und hat dort deutliche Spuren hinterlassen – tiefe Furchen und Kratzer im Gehäuse.
Das Problem dabei:
Die Metallplatte hat die Luftzufuhr massiv behindert und dadurch den Luftstrom verfälscht. Das führt dazu, dass der MAF-Sensor falsche Werte liefert, was wiederum die Motorsteuerung beeinflusst und den Ladedruck reduziert.
Meine Vermutung ist, dass das Steuergerät über einen langen Zeitraum durch diese Situation falsche Luftwerte „gelernt“ hat, was das zunehmend häufige Auftreten des Problems erklärt.
Wichtig aus meiner Sicht:
Nach der Reinigung unbedingt ausreichend Zeit lassen, damit alles vollständig trocknet, bevor man den Motor wieder startet. Gerade bei Sensoren und Ventilen kann Restfeuchtigkeit sonst zu weiteren Problemen führen.
Jetzt wird erst mal eine ganze Woche Konditionierungsfahrt betrieben (Tempomat 80 und dahin gehts)
Halte euch am laufenden!