Mich wollte mein (neuer) Versicherungsberater, bei dessen Versicherung seit nunmehr über 25 Jahren alles Wichtige abgeschlossen ist, auch davon überzeugen, dass das doch gar kein Problem wäre, wenn die Rechtsschutzversicherung bei der gleichen Gesellschaft abgeschlossen würde.
Hmmm... nein danke. Ich werde dort nach wie vor diversifizieren, das hat sonst ein G'schmäckle 
Die Rechtsschutz musste bei unverschuldeten Unfällen tatsächlich schon mehrfach tätig werden. Einmal war der erste Weg zum Karosseriebauer... und dessen Kommentar war auch vielsagend: "Die is bei der HUK? Oje. Nimm besser gleich 'nen Anwalt." (...das war dann auch gut so...)
Ich kündige bis auf AU und Rechtsschutz, grundsätzlich jede Versicherung bis zum Vertragsende. Auch für Strom, Mobilfunk und Internet.
Ist mühselig, aber man kann hier sehr viel Geld sparen. Meiner Meinung sind Bestandskunden zu bequem und kümmern sich nicht wirklich darum.
Oder sie sparen sich den Stress, und bekommen als langjährige Stammkunden mit mehreren Policen auch ganz brauchbare Konditionen. Ganz davon abgesehen, dass manche Altverträge Konditionen bieten, die du heute gar nicht mehr erreichen kannst. (bei mir u.a. Riester, Kabel-Internet, Mobilfunk mit Multi-SIM; Strom musste ich umzugsbedingt genau in der Energiekrise neu abschließen, aber nur deswegen war die Wohnungsauswahl da günstiger - da war das das kleinere Übel
)
Aber da ist jeder Jeck anders. Ich kenne auch einen, der sein Girokonto immer so auf 200€ hält, und alles Weitere direkt aufs Tagesgeld schiebt. Da darf dann halt die Frau nicht einfach ohne Rücksprache teuer einkaufen, sonst gibt's Verzugszinsen... kann man alles machen, muss man aber nicht 
Zum eigentlichen Thema:
Ich (!) habe auf der letzten vollständigen Jahres-Abrechnung (Oktober 2024) folgende Einstufungen erhalten:
Haftpflicht: von SF14 (Beitragssatz 32%) auf 15 (31%), Regionalklasse 5 blieb, Typklasse von 16 auf 13.
Vollkasko: von SF14 (Beitragssatz 30%) auf 15 (29%), Regionalklasse 5 blieb, Typklasse 17 blieb.
Abbuchung: alt 669,62€, neu 661,88€.
Schöne Zahlen? Möglich. Bringt nur größtenteils keine Vergleichbarkeit... und ist von daher fast komplett uninteressant, denn das meiste davon ist individuell!
Das Einzige, was davon auf andere Versicherungsnehmer (und auch andere Versicherungsgesellschaften!) übertragbar ist, ist die Typklasse. Und die ist in der Haftpflicht... gesunken. Wobei die vorherige Einstufung auch schon alles andere als hoch war*.
Was die Theorie mit den höheren Schadenfällen beim Ignis für die Kostensteigerung komplett ad absurdum führt, bzw. das Gegenteil beweist. (Haftpflicht weiß ich allerdings nicht.)
Die Typklasse ist also der einzige Punkt, bei dem Fahrzeuge direkt gegeneinander vergleichbar sind. Alle anderen Angaben, die so eine Versicherung haben will (ihr wisst's doch selbst - Erstzulassung, Kilometerstand bei Beginn der Police, Mitfahrer, Laufleistung per anno, Garage vorhanden, ... damit kann man ewig weitermachen), führen zwangsläufig zu verschiedenen Ergebnissen. Dazu dann noch die grundsätzlichen Preissteigerungen, die den Kalkulationen zugrundeliegen - und das macht sogar einen Vergleich zwischen 2 aufeinanderfolgenden Autos des selben Besitzers ziemlich witzlos.
Die Regionalklasse (hier spielen Naturgewalten, die dummerweise oft ortsbezogen sind, eine große Rolle!) ist ein anderes Thema und kann bei
@cd-online ja ebenfalls eine Steigerung verursacht haben. Kann ich natürlich nicht wissen, aber das steht ja auf der Rechnung.
Außerdem bringt der Vergleich zum Vorjahr auch mir selbst nix. Die jetzige Beitragsreduzierung ist zwar für 3 Typklassen und 2x 1 SF-Klasse niedriger wirklich erschreckend gering. Vermutlich ist also der Grundbetrag, der mit den verschiedenen Faktoren multipliziert wird, merklich gestiegen. Ich könnte die SF-Änderung jetzt rausrechnen, aber selbst dann verbleiben 2 Unbekannte in der Rechnung, und ich weiß letztlich: nix.
Und: Nächstes Jahr wird das sowieso komplett neu ausgewürfelt, weil ich Erst- und Zweitfahrzeug getauscht habe (eins davon ist jetzt als Youngtimer versichert). Damit werden auch die SF-Klassen neu jongliert, was einen komplett anderen Endbetrag ergeben wird, obwohl sich an Auto, Laufleistung, Standort, Fahrer etc. genau nix geändert hat.
Alle konfus jetzt? Gut 
Wenn ihr also wirklich wissen wollt, warum der Unterschied zum jeweils anderen Auto so groß ist: Fragt eure Versicherung. Wenn das jemand beantworten kann, dann doch die 
*= Zur Einordnung... es gibt folgende Typklassen:
- Haftpflichtversicherung: 10–25 (13 ist GUT!)
- Teilkaskoversicherung: 10–33
- Vollkaskoversicherung: 10–34 (17 ist voll okay!)
(Auch lustig: Die günstigsten Einstufungen haben derzeit beispielsweise BMW Isetta, Glas Goggomobil, ...
)