Also, es gibt ja etliche Möglichkeiten hier eine Lösung bereitzustellen. Wirklich etliche...
Zuerst mal mit Bordmitteln - ein AUX-Eingang ist beim SLDA vorhanden, und der frisst wirklich alles an analogen Audiosignalen. Da kannst du auch 'nen Walkman anschließen (Vorteil - der braucht kein Antishock). Offensichtliche Nachteile:
- Extra Gerät rumfahren
- Kabelsalat
- Bedienung nicht übers Radio möglich
- Stromversorgung ist ein eigenes Thema; ich glaube wir hatten mal einen Aldi-Discman mit beigelegtem 12V-Kabel, aber der ist längst zugunsten MP3-Lösungen* verschwunden... kommt aufs genaue Gerät an, eine Versorgung mit 5 Volt (USB) dürfte einem typischen Discman mit 3x AAA (4,5 Volt) nix ausmachen, ist halt Kabelfrickelei. Aber machbar - und billig! Discman kriegste auf dem Flohmarkt für unter 10€, keiner braucht die mehr.
Die Geschichte mit dem FM-Transmitter habe ich auch schon mehrfach getestet. Einen mit einer AAA-Batterie (lästig - auch das Spiralkabel), einen direkt in der 12V-Buchse (mit Knickgelenk; das war dann auch die Störquelle #1), einen mit 2 AAAs (schaut aus wie ein Miniradio, mit Ausziehantenne). Der mit der Antenne ist der stärkste - ich nutze den in der Wohnung, um vom Server aus auch Küche, Bad, Schlafzimmer und sogar den Keller zu bespaßen. Ob der aber sonderlich CE-konform ist...?
Jedenfalls sind die dem direkten AUX-Kabel komplett unterlegen und machen nur dann Sinn, wenn der AUX fehlt. Störgeräusche durch andere Radiosender, geringer UKW-Frequenzumfang, die S-Laute werden dank der nicht korrekt umgesetzten UKW-Preemphasis (je nach Kontinent 75 oder 50 µs) zischelnd... ne, lass. Das sind Notlösungen. Und sollten es auch bleiben.
Dann wäre es natürlich absolut machbar, auf ein anderes Radio umzurüsten. Benötigt Kabeladaptersatz, Einbaurahmen, viel Zeit zum Umstöpseln - aber es geht. Je nach angestrebtem Ziel könnte sogar das (sicher bei manchen rumfahrende) Originalteil aus der Club-Ausstattung ausreichen, das vereinfacht den Umbau. Das ist vielleicht mit Kanonen auf Spatzen, aber so sind eigentlich alle oben beschriebenen Nachteile ausgemerzt. Wenn man (wie ich...) noch ein entsprechendes Radio rumfahren hat, sind die Kosten überschaubar.
Der (zumindest auf dem Papier beste) Kompromiss, mit dem ich allerdings (im Gegensatz zu den anderen) absolut keine Erfahrung habe, ist dann tatsächlich einer der bereits verlinkten USB-CD-Player. Der schwarze da mit dem Ejectknopf links (schlauer-shop) ist ja für Suzuki Swift und Jimny offenbar schon getestet worden, also gibt's keinen Grund dass der nicht auch im Ignis funktioniert. Was die Anforderungen betrifft, ist die Android-Version hier immer als "oder" bezeichnet und interessiert uns nicht - die andere Seite (der USB-Eingang muss WMA und MP3 verstehen - was er ja tut, sonst klappte das mit den MP3-USB-Sticks ja auch nicht) ist für uns hier wichtiger.
Wie das Ding intern funktioniert, ist allerdings weit interessanter. Ich finde da keine eindeutigen Hinweise, aber für mich liest es sich, als ob die Titel hier im Laufwerk eingelesen und in MP3 (oder WMA) umgewandelt werden... und dann in einem Zwischenspeicher so lange betriebsbereit herumliegen, bis man die Disc auswirft. Was das klangtechnisch ausmacht ist mir unklar; schlechter als über die analoge AUX-Umwandlung sollt's jedoch nicht sein. Für den Discjockey, der häufig die CD wechselt, sind die in der Anleitung besprochenen Einlesezeiten aber möglicherweise hinderlich.
Ansonsten bleiben nur die Nachteile der Unterbringung (wie beim Discman auch) und des einen Kabels (keine 2, weil Strom via USB kommt). Und es wird nach Motorstart (wenn das Ding Kurzzeit-Alzheimer hat, wie's ein normaler Discman nach Unterbrechung der Stromversorgung auch hätte...) evtl. wieder etwas dauern, bis ein Ton kommt.
Apropos Unterbringung...
Im Ignis würde ich den Player im oberen Teil vom Handschuhfach unterbringen, die Tiefe sollte hinhauen. Loch fürs Kabel hinten rein, Kabel dann hinter dem Armaturenbrett durchführen und nahe der USB-Buchse wieder aus der Mittelkonsole rausführen. Platz 2: oben aufs Armaturenbrett pappen. Platz 3: irgendwo senkrecht ankleben, z.B. an der Mittelkonsole; aber der Fußraum ist wirklich nicht riesig und die Anzahl quadratischer Flächen (an die man noch rankommt) eher verschwindend. Leider ist der Raum hinter dem Bratwurstfach nicht tief genug, da kommt dann bald der Airbag; eventuell geht's ganz rechts, Richtung Lüftungsdüse... aber das ist dann wirklich eine Dremel-OP.
* = CDs sind für mich nur noch ein Medium zum physikalischen Nachweis des Musikbesitzes; alles was ich habe liegt gerippt auf'm Server und gut is', da brauche ich auch keine separaten Abspielgeräte mehr. Ich habe, Autoradios sowie DVD/BD-Player einkalkuliert (aber nicht Computerlaufwerke, das wäre unfair), tatsächlich weniger CD-Wiedergabegeräte als Tapedecks! Das Rippen auf 160 oder 192 kBit/s (viele setzen ja auf 256 oder gar 320 kBit/s... ehh... meine Anlage zu Hause ist jetzt echt nicht schlecht, aber da fehlt auch bei weniger Bitrate nix; im Auto reichen wegen den Umgebungsgeräuschen und der suboptimalen Ausrichtung sogar 96 kBit/s! Probiert's mal!) hat einmal richtig Einsatz erfordert und gedauert - und sich seither schon 100x bezahlt gemacht. An das Gefühl einer Vinylplatte kommt so 'ne drehende Silberscheibe auch nicht ran. Und das Lagerungsthema... seit den CD-Taschen für die Sonnenblende um etwa 2001/2002 bin ich im Auto relativ schnell auf MP3-CDs umgestiegen (erst separat, dann im 12x Wechsler) und 2008 dann auf SD-Karte oder USB. Besser geht nicht.
Das Smartphone meiner Wahl (ein Blackberry - ich bin auch oldschool, ich brauch Tasten) ist am SLDA nur über Bluetooth verbunden (Freisprechen); keine Audiosammlung drauf und auch keine Onlinenavigation oder was man im Auto damit sonst noch machen können wollte, das geht mir alles irgendwo vorbei. Vorteile von so'nem Smartphone sind der mobile Internetzugriff (Preisvergleich beispielsweise, oder auch eMails) und die Chatkommunikation (Gruppenchats, Bilder... das geht mit SMS nicht) - das reicht denn aber auch; die meisten Apps (hallo Post, hallo Authenticator) sind eher lästig. Ich kann also nachvollziehen, wenn man keins haben will (sehe aber auch die Vorteile).
Die Musik in meinem Ignis kommt von einem 32GB Verbatim-Stick (USB 3... sonst dauert das Beschreiben ewig; das nervt schon beim allerersten Mal...). Die tut nämlich automatisch beim Start; und auch dann, wenn ich das Telefon mal irgendwo liegen lasse 