Der Wagen fettet in hohen Drehzahlen unter Last an, nicht im Schubbetrieb. Das hat der MZ als Sauger auch schon gemacht. Da hat man, wenn man auf der Autobahn bei 200 hinterher gefahren ist, das Benzin gerochen, was unverbrannt aus der Abgasanlage kam.
Der Grund hinter der Anfettung ist im bestimmten Anteil zur Kühlung vom Bremmraum da, da gebe ich dir recht. Aber die Anfettung dient auch hier hauptsächlich zur Kühlung vom Turbolader. (Beim MZ wurde damit der Kat am Krümmer gekühlt, am RZ als Direkteinspritzer u.a. auch nötig)
Und ja, der Motor produziert Wärme durch Reibung im Schubbetrieb, aber deutlich weniger als mit stattfindender Verbrennung.
Kolbenringe und die Zylinder sind schon in den ersten 1000km mehr als eingefahren, das braucht keine 6000km. Das setzt sich schon im Bereich von 500km. Die 1000km Einfahren und der dann fällige Ölwechsel stammen daher, dass die Fertigung vor 30 Jahren und davor so war, wie sie war. Die gehohnte Zylinderwand war aus heutiger Sicht sehr rau und es dauerte eben, bis sich die Spitzen auf der Oberfläche weggeschliffen haben, was dann auch an den Kolbenringen entsprechend abgetragen hat. Durch den hohen Abrieb in der Einfahrphase musste dann auch das Öl gewechselt werden. Alles andere im Motor ist so ausgelegt, dass es sich im Betrieb nicht berührt und schleift sich dem nach auch nicht ein, also Haupt- und Pleullager, Nockenwellenlager etc...
Ich bleibe bei der Aussage, dass dem Motor beim Rollen im Schubbetrieb bei hoher Drehzahl wenig bis nichts passiert. Solange die Schmierung durch Öl und die Kühlung durch das Wasser gegeben ist kannst du auch den Wagen mit eingelegtem Gang abschleppen, solange man die Drebzahlgrenze einhält.