Persönlich bin ich der Meinung, dass jemand, der sich ein solches Gerät kauft, auch rudimentär damit umgehen können sollte. Es ist ja kein Buch mit sieben Siegeln für jemanden, der auch in der Lage ist, mit anderen, modernen Dingen (Foren im Internet z.B.) umzugehen.
Das Problem dabei, wenn jemand den DSP für eine andere Person einstellt, ist einfach, dass ein fremdes Gehör niemals gleich dem eigenen funktioniert. Das mag jetzt oberflächlich klingen, aber wenn z.B. dein linkes Ohr etwas schwächer im Mitteltonbereich hört, dafür dein rechtes Ohr aber wieder sehr ausgeprägt im Hochtonbereich - der Einsteller jedoch eine exakt gegenläufige Wahrnehmung seines Gehörs hat, dann wird's schon schwer. Wenn nun auch noch die Laufzeit mit ins Spiel kommt und dem einen die Bühne in der Fahrzeugmitte, dem anderen die Bühne aber auf der Lenkradmitte gefällt, dann ist's aus.
Viel einzustellen hast du an einem DSP eigentlich nicht. Im Idealfall läuft deine Anlage vollaktiv - also so, dass jeder Lautsprecher einzeln von einem dedizierten Endstufenkanal angetrieben wird und du sowohl die Trennfrequenzen, die Flankensteilheit der Trennung und natürlich die Laufzeit und den Pegel eines jeden Lautsprechers separat einstellen kannst.
Das Tolle daran ist: wenn du dich nicht gerade bei voller Lautstärke ins Auto setzt und die verrücktesten Trennfrequenzen einstellst, kannst du eigentlich nichts durch's Probieren kaputtmachen. Wichtig sollte einfach nur sein, dass je kleiner ein Lautsprecher wird, umso höher seine untere Trennfrequenz sein sollte. Ein Tief-Mitteltöner wird je nach persönlichem Musikgeschmack und Hörweise der Musik z.B. im höheren zweistelligen bis hin zum niedrigen dreistelligen Bereich abgetrennt - also irgendwo zwischen 60 und 200 Hz. Ein Hochtöner hingegen wird im Regelfall nicht unter 2500 hz getrennt und dann auch nur äußerst selten mit 6dB/oct (eher 12/18/24).
Wenn du diese simplen Regeln befolgst, kannst du durch Kurbeln und Drehen sämtlicher Regler in der DSP-Software bzw. an den Endstufenweichen alles mögliche austesten was du magst - und was dir gefällt, das behältst du bei.
Wichtig dabei sollte sein, dass du einigermaßen verstehst, "was" du da verstellst. Wenn du das, was du verändert hast, wissentlich anwendest, kannst du mit diesem neu gewonnenen Wissen auch weiter in die Materie einsteigen und vielleicht zwei gegenüberliegende Einstellungen so verändern, dass du ein nochmals besseres Ergebnis erzielst.
Sind dir solche Begriffe, die ich genannt habe (Vollaktiv, Teilaktiv, Passiv, Flankensteilheit in dB/oct, Laufzeitkorrektur, Highpass, Lowpass, Bandpass-Filter, Subsonic etc.) denn geläufig? Falls nein, musst du dir natürlich erst einmal ein paar Basics dazu anlernen, ich helfe gern wenn Fragen dazu bestehen. Andernfalls hast du doch schon gute Chancen, bereits jetzt sofort mit deinem eigenen Gehör loszulegen 
Ich könnte z.B. niemals mit gutem Gewissen eine Anlage für einen "Weichspüler" (klingt böser, als es gemeint ist ^^) einstellen - das sind z.B. solche Hörer, die sich Görlich-Lautsprecher verbauen, die schon beim Ansehen kaputtgehen und nur für ganz spezielle Musikarten und Aufnahmen geeignet sind. Ein solcher Mensch wiederrum könnte aber höchst wahrscheinlich auch meine Anlage nicht einstellen, die vorwiegend mit einem gewissen Dampfhammer (damit meine ich nicht den übertriebenen Bass mancher Groundpounder) zur Sache gehen soll.
PS:
Bei Sachen vom lieben Herrn Heinz Fischer bist du immer gut aufgehoben - schon seit knapp 30 Jahren.