2. Teil:
Wie es der Zufall so wollte, erblickte mich das aktuelle Swift-Modell und tatsächlich war vor Kurzem erst ein
neuer Sport auf den Markt gekommen. Es vergingen einige Tage der Recherche sowie des Studierens diverser
Youtube-Videos, die recht vielversprechend waren.
Schnell war eine Probefahrt beim nächstgelegenen Händler ausgemacht und zusammen mit Frauchen und
Töchterlein sind wir zum großen Familientest angetanzt. Selbst hatte ich zuvor schon eine drei-seitige
Checkliste angefertigt mit vielen kleinen Einzelpunkten, die Frauchen und ich uns näher betrachten und
mit entsprechender Benotung für uns selbst bewerten wollten.
Live und in Farbe (der Testwagen war weiß) gefiel uns das Auto auf Anhieb und nachdem wir nach Rückfrage
den Kindersitz montieren durften und das kleine Töchterlein eingespannt hatten, ging es auch schon los mit
der Probefahrt. Bewusst ließ ich mein Frauchen mit der Fahrt beginnen, da sie schließlich damit in Zukunft in
Frankfurt umhergondeln sollte. Die Sportsitze sind zwar recht eng, für sie aber trotz etwas breiterem Poppes
(
) durchaus nicht ungemütlich. Nach ca. 200 Metern Fahrt stellte sich bereits ein breites Grinsen im
Gesicht meiner Frau ein. Der Wagen hängt am Gas und reagiert zielgenau auf Lenkbewegungen, dabei sind wir
gerade erst vom Hof des Händlers runter und noch sehr zaghaft in einen Kreisel eingebogen.
Nachdem meine bessere Hälfte den Wagen warmgefahren hat, bin ich an's Steuer und habe ihm mal die
näheren Landstraßen gezeigt - oder sollte ich besser sagen: er hat sie mir gezeigt?! "Klein und agil, ja... aber
nur 140 PS? Was soll da schon groß passieren?" - dachte ich mir bis dahin. Welch Fehleinschätzung 
Nicht nur, dass der Swift Sport mit einer bombastischen Straßenlage mit stets großartigem Feedback an den
Fahrer glänzt. Ich habe bis dato noch nie einen Motor erlebt, der so sehr nach Drehzahl schreit und den
Fahrer förmlich dazu aufruft "Gib mir Gummi, da geht noch deutlich mehr, ich beweise es dir!" - und trotzdem
bleibt dem gegenüber ein stets beherrschbarer und überaus gutmütiger Grenzbereich, der viel verzeiht.
Mit dem folgenden Beschleunigungstest auf knapp 200 sowie ein, zwei Bremsentests war's dann klar:
An der Fahrleistung kann es jetzt nicht mehr liegen. Keine Bange, Klein-Baby fand das ganze großartig
und ich würde meine Familie (und mich selbst ebenso wenig ^^) nicht in Gefahr begeben - da war alles im
Rahmen 
Die eher kurze Probefahrt (knapp 25 Minuten, da der Verkäufer uns eingangs bereits nur max. eine halbe
Stunde zugestehen wollte - wie nett!) wurde beendet und es wurde ein abschließender Funktionstest
durchgeführt. Infotainment sowie der Platz auf der Rückbank und der Kofferraum wurden nochmals unter
die Lupe genommen. "Unmöglich!", dachte ich... auf der Rückbank ist - ohne, dass man den Fahrersitz in
eine unkomfortablere Position verstellen müsste - weiterhin Platz - für normal große, erwachsene Personen,
im ganzen Auto vier an der Zahl (der mittlere Sitz ist natürlich zu klein). Der Kofferraum ist ebenfalls üppig
in dieser Fahrzeugklasse - 265 Liter hat man im Vorfeld schon gelesen, aber wenn man das in diesem doch
so kleinen Auto sieht, dann glaubt man seinen Augen kaum. Auch der Platz unter der Motorhaube verblüffte.
Hier kann man sich quer reinlegen und noch sämtliche Wartungsarbeiten ohne Platzprobleme durchführen.
Wartungsarbeiten?! Ach ja, der Swift hat ja sowieso ne Steuerkette und fast überall LED-Leuchten... alles klar!
Dem Kauf stand eigentlich nichts mehr im Wege, bis auf die Tatsache, dass dieser Händler mir einen solch
lächerlichen Ankaufpreis für meinen C-Max machen wollte, dass ich fast in Ohnmacht gefallen bin. Es folgten
ein paar Wochen der Depression (tatsächlich, kein loser Spruch an dieser Stelle), sowie das Anfahren unzähliger
Werkstätten und Ankauf-Heinis, um etwas mehr für meinen C-Max herauszuholen, aber leider "Fehlanzeige".
Mit dem schweren Gedanken, den C-Max nun doch noch etwas länger zu fahren und gegebenenfalls dank
unserer netten Regierung einen weiteren, großen Wertverlust (Euro5-Diesel) hinzunehmen, ließ ich von der
Idee des Neukaufs wieder ab. Meinem Frauchen jedoch habe ich es zu verdanken, letzten Endes bei noch
einem letzten (eher kleinen) Suzuki-Händler anzufragen, namentlich Suzuki Bender in Gießen. Seine
Zweigstelle in Butzbach kannte ich sowieso, dort hat mein Vater einst einen Gebrauchtwagen gekauft, mit
dem er auch heute noch sehr zufrieden ist (Porsche 944 S2 in rot mit schwarzem Leder im Liebhaberzustand).
Da eine Probefahrt nicht mehr nötig war, ging es letzten Endes nur noch um den Preis. Der Ankauf-Preis des
C-Max lag deutlich über denen aller anderer Händler, soweit sogut. Dann fing der (tatsächlich sehr nette und
kompetente Verkäufer, Herr Launspach) an zu rechnen... "UVP 21.400 Euro... Überführungskosten 790 Euro,
Lack-Aufpreis 500 Euro..." alles wurde laut vorgelesen und ich musste schon schlucken, da ich mir den
daraus resultierenden, hohen Endpreis denken konnte. "Okay", sagte ich ... "Die UVP-Preise sind ja soweit
bekannt". "Lassen Sie mich einmal alles zusammenrechnen, dann schauen wir mal"... Angst und Bange
meinerseits machten sich breit. Und dann kam die Erleichterung: Trotz der Winterräder und Wunschfarbe
(Burning Red Pearl Metallic), der Tatsache, dass das Auto werksfrisch war und direkt im Schauraum stand
(keine Tageszulassung) und dass die Anmeldung komplett für uns übernommen wurde, lagen wir deutlich
unter dem Suzuki-UVP. Bei den Winterkompletträdern handelt es sich übrigens um ebenfalls silber-schwarze
Alus (jedoch Speichendesign) in 16 Zoll mit Toyo-Tires Bestückung 
Das Ganze wurde letzte Woche besiegelt und diese Woche, am Dienstag den 16.10. fuhr ich mit dem kleinen
lustigen Flitzer davon - Pocket Rocket! 
Bisher sind ca. 200km gefahren worden und ich kann nur sagen, dass ich die Komfortfunktionen, wie z.B.
die (gegenüber dem C-Max deutlich bessere!!!) Sprachsteuerung für Navi und Telefon sowie auch den
adaptiven Tempomat einfach als fantastisch empfinde. Vom Fahrspaß des kleinen Japaners mal ganz
zu schweigen - aber die nächsten ein bis zwei Tanks wird er erstmal sachte eingefahren 
Ich hoffe, ich konnte euch - trotz dieses etwas längeren Textes - von meiner Freude am neuen Auto
teilhaben lassen.
Ach ja, eine Rüge fängt sich der Kleine dann doch ein:
die Lautsprecher sind katastrophal
Da werde ich wohl mal 10-15 Kilogramm an zusätzlichem
Equipment investieren, um die wirklich nicht mit Ruhm bekleckerten Werkströten wenigstens vorn
gegen etwas Potenteres auszutauschen und evtl. aktiv zu betreiben.
Nun freue ich mich auf eure Rückmeldung und weitere Erfahrungsberichte hier im Forum 
EDIT:
Anbei mal ein paar Fotos, so ganz emotionslos am Straßenrand vorm Häusle geparkt 
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Cya, Mäxl (aka Sven)