Nun geht also die Kaffeesatzleserei und das Ferndiagnostizieren wieder los...
Ich kann die Panik hingegen auch nicht nachvollziehen.
Wie geht man also in so einem Fall vor?
1.) Man glaubt es ja kaum, aber Autohäuser haben Erfahrung mit solchen Angelegenheiten und arbeiten auch mit Gutachtern/Sachverständigen zusammen, die den Schaden bewerten und eine valide Aussage darüber treffen können.
2.) Für die Zeit der Begutachtung lässt man sich ein Ersatzauto geben, dessen Größe und Wert keine Probleme mit der gegnerischen Versicherung heraufbeschwören.
3.) Ist das Auto reparabel, lässt man es direkt im Anschluss reparieren und behält den Leihwagen so lange.
4.) Ist am Auto tatsächlich ein Totalschaden entstanden, wird das Autohaus normalerweise in der Lage sein, bei der Beschaffung eines Neuwagens auch etwas Tempo zu machen und mit anderen Autohäusern zu kooperieren. Auch habe ich es schon im Bekanntenkreis zweimal erlebt, dass auf unbürokratische Weise und zu erträglichen Kosten ein vorhandener Gebrauchtwagen für die Übergangszeit zur Verfügung gestellt wurde.
5.) Versicherungen regulieren üblicherweise Sach- und Personenschäden, können aber nicht auch noch für Befindlichkeiten ("mit dem Auto will ich nicht mehr fahren") einstehen, so sehr sie menschlich verständlich erscheinen.
6.) Ob es in der individuellen Situation klug wäre, das beschädigte Auto zu verkaufen oder es lieber erst mal, ungeachtet der späteren Weiternutzungsabsicht, instandsetzen zu lassen, kann ein in diesem Rechtsgebiet erfahrener Anwalt sagen. Diesen sollte man ohnehin konsultieren, sobald es in der Abwicklung irgendwo klemmt.
7.) Mal deutschlandweit nach neuen Wunsch-Fahrzeugen suchen und das eigene Autohaus fragen, ob eine Übernahme solch eines Wagens möglich wäre.