Ein Festfrieren der Seilzüge ist nur möglich, wenn dort Wasser eindringt und Frost herrscht. Bei modernen, intakten Feststellbremsen dringt kein Wasser in die Seilzüge.
Das Verrückte daran: Selbst, wenn man sich hierauf - warum auch immer - nicht verlassen wollte, würde es sich nur um wenige Tage pro Jahr handeln, an denen derart ungünstige Bedingungen zusammentreten, dass ein Festfrieren zumindest denkbar wäre. Zunächst einmal müsste das Auto untenrum gründlich nasgefahren sein oder voll Schnee hängen, der vorübergehend tauen kann. Außerdem müsste das Wasser kritische Stellen erreichen, siehe dav1963. Dann müsste dieses klatschnasse Auto in diesem Zustand abgestellt werden und es müsste kurz drauf die Temperatur so stark fallen, dass das Wasser in/an der Handbremsseilführung oder der Betätigungsmechanik festfriert - noch dazu so intensiv, dass ein Lösen vorerst nicht möglich ist.
Bei der Überholungs- und Reparaturbedürftigkeit werden hier zwei unterschiedliche Sachverhalte munter durcheinandergewürfelt. Die Hinterradbremsen sind bei vielen Autos unterfordert, wobei dieser Effekt noch verstärkt wird, wenn nur wenig und dazu in sehr moderatem Stil gefahren wird. Solche Bremsen sind dann aber nach ein paar Jahren nicht im Eimer, weil die Handbremsnutzung sie dahingerafft hätte...