Beiträge von TankTop

    Die Additivierung ist allerdings z.B. bei Aral laut Werbeversprechen in allen Sorten enthalten. Ob Normalbenzin früher schlechter additiviert war als Super vom selben Anbieter, wird sich heute nicht mehr zuverlässig klären lassen.

    Man sollte es sich bei solchen Effekten, die von unzähligen Einflüssen und deren Kombination abhängig sind, aber nicht so einfach machen.

    Wenn so ein simpler kleiner Pipimotor an meinem Stromerzeuger, der für 91 Oktan ausgelegt wurde, mit 95 Oktan besser läuft, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch jeder für 95 Oktan ausgelegte PKW-Motor mit 98 Oktan in merklichem Umfang besser läuft, zumal einiges, das hier bereits beschrieben wurde, eher dafür spricht, dass keine nennenswerte Veränderung zu erwarten ist.

    Ich habe umgekehrte Erfahrung gemacht. Unser Notstromaggregat ist ausdrücklich auf Normalbenzin (91 Oktan) ausgelegt. Als Normalbenzin dann vor einigen Jahren verschwand und ich erstmals Super 95 E5 für das Aggregat nutzte, fiel ich fast vom Glauben ab, wie schnell es ansprang, wie leise und rund es nun plötzlich lief und wie wenig es im Kaltlauf qualmte. Hier gab es also entgegen jeder Erwartung eine Verbesserung in allen erdenklichen Punkten.

    Ich tanke meistens E5 (also Super 95) an der freien Tankstelle (bft), ab und zu aber auch bei Aral, da eine solche Station ebenfalls auf meinem täglichen Weg liegt und weil es ja sein könnte, dass ich dem Motor gelegentlich mit den "besonderen Additiven" was Gutes tue. :saint: Bei sehr kaltem Winterwetter auch mal Aral Super 98, Begründung wie bereits ausgeführt, das hat aber mehr experimentellen Charakter...

    Falls jemand keine Lust hat, auf den Link zu klicken oder die dort hinterlegten Infos sich später mal ändern, hier noch mal im Klartext:

    Es gibt sehr wohl Super-plus 98 von Aral (Stand November 2018).

    Nebenbei bemerkt wäre es mir sonst auch nicht möglich gewesen, dieses im letzten Winter zu tanken...

    Du kannst selber mal diverse Konzerne anschreiben und um Infos bitten. Die günstigen Anbieter werden antworten, dass sie normgerechtes Super-plus mit 98 Oktan und 5% Ethanol verkaufen, womit sie ja auch alles richtig machen. Die Premiumanbieter werden antworten, dass sie weniger als 5% Ethanol oder sogar gar keines hinzugeben, außerdem werden sie ihre markeneigenen Additivpakete, ihre aufwendige Forschung usw. hervorheben.

    Ergebnisse meiner früheren Anfragen (gerade aus dem Mailpostfach rausgesucht):

    Aral: Super-plus 98 hat meistens nur max. 0,3 % Ethanol.

    Westfalen: Super-plus 98 enthält kein Ethanol.

    Q1: Zukauf der Benzine erfolgt je nach Preis bei unterschiedlichen Anbietern, daher sind alle Ethanolgehalte zwischen 0 und 5 % möglich.

    Um das mal vorwegzunehmen:

    Wer mit E5 einen Verbrauch von 6,0 l/100 km hat und pro Liter derzeit 1,52 € bezahlt, der muss mit S+ auf 5,7 l/100 km herunterkommen, um bei 1,60 €/l nicht draufzuzahlen. Erst bei Verbräuchen unter 5,7 l/100 km würde sich eine Ersparnis einstellen.

    Wer mit E5 einen Verbrauch von 7,0 l/100 km hat und pro Liter derzeit 1,52 € bezahlt, der muss mit S+ auf 6,65 l/100 km herunterkommen, um bei 1,60 €/l nicht draufzuzahlen. Erst bei Verbräuchen unter 6,65 l/100 km würde sich eine Ersparnis einstellen.

    Wer mit E5 einen Verbrauch von 8,0 l/100 km hat und pro Liter derzeit 1,52 € bezahlt, der muss mit S+ auf 7,6 l/100 km herunterkommen, um bei 1,60 €/l nicht draufzuzahlen. Erst bei Verbräuchen unter 7,6 l/100 km würde sich eine Ersparnis einstellen.

    (usw. usf.)

    Der Motor ist für Benzin mit 95 Oktan optimiert und kann etwaige Vorteile eines 98er Benzins somit gar nicht nutzen, da er sich nicht darauf einstellen kann und weiterhin "glaubt", es mit 95er Benzin zu tun zu haben. Bedenken sollte man lediglich - abseits der Oktanzahlfrage - dass einige sog. Premiummarken (Aral, Esso etc.) beim Super-plus auf die Beimengung von Ethanol verzichten, da sie ihre gesetzlich verordnete Biokraftstoffquote mit dem Verkauf der Sorten E5 und E10 bereits erfüllen. Da der Energiegehalt von Benzin höher ist als der von Ethanol, kann es unter besonderen Bedingungen von Vorteil sein, dieses ethanolfreie Benzin zu nutzen, z.B. bei sehr niedrigen Temperaturen im Winter. Aber auch hier sprechen wir in Ergebnis und Auswirkung nur von Nuancen. Insgesamt kann man sagen, dass diese Motoren mit jedem normgerechten, in Deutschland erhältlichen 95-Oktan-Benzin, das maximal 10% Ethanol enthält, bestens bedient sind und dass Geschichten um Mehrleistung und Minderverbräuche mit Super-plus in den Bereich der Placebo-Effekte verwiesen gehören, oder anders ausgedrückt: Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Das sind dann in der Regel aber auch dieselben Leute, die auf 50 m Entfernung heraushören, ob ein Motor Motul oder Shell beim letzten Ölwechsel bekommen hat und die beim Fahren auf Barum-Reifen tausend Tode sterben, weil sie so große Unterschiede zum Michelin "feststellen".

    Für ASG zu plädieren, weil es sich "auch von Hand schalten" lässt und dies als Vorzug gegenüber Wandlergetrieben zu nennen, mutet aber angesichts der Tatsache, dass die meisten Wandlerautomatikgetriebe - und auch jene in aktuellen Suzukis - sich heute auch von Hand schalten lassen, ein bisschen befremdlich an.

    Es bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung, dass dieser oder jener Händler eine Erstinbetriebnahme- bzw. Übergabeinspektion macht, weil dies nicht dem besonderen Engagement der Händler, sondern vertraglichen Verpflichtungen geschuldet ist.

    Das "enorme" Gewicht beläuft sich auf 12 kg (im Vergleich: Alukomplettrad beim Vitara 21 kg, Stahlkomplettrad 19 kg). Wer als Pendler/Vielfahrer schon mal eine Reifenpanne zur Unzeit hatte, wird nie mehr "ohne" fahren wollen. Meiner Erfahrung nach ereignen sich Reifenpannen auch nicht zwangsläufig auf Autobahnen.

    Diese 1000-km-Nummer hat mehr mit Kundenbindung als mit Technik zu tun. Den Leuten wird angeboten, dass Sie nach 1000 km in die Werkstatt kommen können, damit der Mechaniker kostenlos unter die Haube schaut, den Ölstand prüft und etwaige Fragen, die auf den ersten 1000 km aufgetaucht sind, beantwortet.

    Das ist ja nett gemeint, aber irgendwo auch ziemlich witzlos, da JEDER Kunde auch ohne dieses Angebot nach 1000, 2000 oder auch 4578,3 km und jeder anderen beliebigen Laufleistung in die Werkstatt fahren, den Ölstand prüfen lassen und Fragen stellen kann, ohne dazu gesondert aufgefordert oder gar legitimiert worden zu sein.

    Eine "Falschaussage", um sich selbst zu entlasten, ist nicht strafbar, solange sie nicht zugleich eine willentliche Belastung anderer Beteiligter wider besseres Wissen darstellt. Ein Beschuldigter darf jederzeit lügen, um sich selbst zu entlasten. Dennoch sollte man lieber nach folgendem Leitsatz verfahren: "Wer nichts sagt, sagt auch nichts Falsches.".