Beiträge von TankTop

    Dieser "Service" bei 1000 km ist eigentlich Kokolores und dient nur der Kundenbindung. Ein vernünftiger Händler liefert Autos so aus, dass nach 1000 km weder Öl nachgefüllt noch irgendwelche Schrauben nachgezogen werden müssen. Man will mit diesem Gratisdienst die Kunden anlocken und ihnen zeigen, wie bemüht man sei, außerdem haben sie dann Gelegenheit, überwiegend dumme Fragen zu stellen, die sie sich mangels Studium der Betriebsanleitung bislang noch nicht selbst beantworten konnten ("Warum geht beim Entriegeln immer erst nur die Fahrertür auf?", "Warum nullt sich die Verbrauchsanzeige nach dem Volltanken?" etc.).

    Die unterschiedlich langen Intervalle sind wirklich verwirrend und haben damit zu tun, dass zeitweise mehrere Motorentypen nebeneinander verbaut wurden, z.B. Saugrohreinspritzer mit 20.000er Intervall und seinerzeit neu eingeführte Direkteinspritzer mit Turbolader und 15.000er Intervall.

    Laut verlinkter Tabelle haben Jimnys seit 2018 ein 20.000er Intervall: https://auto.suzuki.de/service/wartung-service (runterscrollen). Würde ich eigentlich noch mal konkret mit dem Händler besprechen, um hier keinen Fehler zu machen - wenn der allerdings schon mit dem Bestellen einer Anleitung überfordert ist und nicht mal ein Serviceheft rausgibt...

    Und ich dachte schon, ich wäre altmodisch... Na schön, dann druck sie Dir halt aus. Das ist wahrscheinlich immer noch billiger, als eine Originalanleitung (zu normalen Konditionen) nachzukaufen. Warum sich ein Suzuki-Händler mit solch einer simplen Angelegenheit schwertut, ist allerdings auch rätselhaft.

    Zu der Ausgangsfrage, mal abgesehen davon, dass die Suchfunktion des Forums für so ziemlich jedes aktuelle Modell ausgiebige Ergebnisse liefert, aus denen schon alles Notwendige ausführlich hervorgeht: Es handelt sich serienmäßig um einen ausgesprochenen Billigartikel vom Typ Denso ND 012, Tiefton. Eigentlich ist das von Größe/Bauform her eine Roller- bzw. Krad-Hupe, die in PKW üblicherweise als Zweierset aus Tief- und Hochton zum Einsatz kommt. Suzuki, Toyata und einige andere finden es jedoch seit ein paar Jahren schick, solch eine einzelne Minimalhupe einzubauen, mit der sich die Autofahrer dann in der Öffentlichkeit blamieren dürfen oder möglichst schnell mindestens den passenden zweiten Ton oder noch besser gleich ein komplett neues Zweierset höherwertiger, stärkerer Hupen oder Fanfaren nachrüsten (lassen) können. Zu der Vorgehensweise und empfehlenswerten Hupen/Fanfaren verweise ich auf den ersten Satz meines Beitrages, bis auf folgende Korrektur: Nein, beim S-Cross kommt man nicht so einfach ran wie beim VFL-Vitara, wo es wirklich ein Kinderspiel war. Beim S-Cross muss entweder die Frontschürze abgebaut werden oder man quält sich durch die demontierte Unterbodenverkleidung. Auch beim aktuellen Swift kann man nicht einfach den Grill rausnehmen.

    Einstellungen können nur an der Vorderachse (Einzelradaufhängung) vorgenommen werden, da es es sich - bei den hier in Rede stehenden Modellen Swift und Vitara - um PKW mit hinterer Halbstarrachse (Verbundlenkerachse) handelt.

    Der durchschnittliche Mehrverbrauch von 1 - 1,5 % stellt sich bei dem um 3,3 % günstigeren Kraftstoff ein. Deshalb kann derzeit kaum die Rede davon sein, die Ersparnis verpuffe.

    Solche Rechnungen sind Unsinn, weil allein schon die Restreichweite keiner genaueren Überprüfung standhält. Der Grund hierfür ist eher banal: Man will suggerieren, nach 110 km sei Schluss, unterschlägt dabei aber natürlich aus Sicherheitsgründen noch eine weitere stille Reserve, damit es möglichst zu keinen Liegenbleibern kommt. Außerdem unterliegt die Restreichweitenangabe einer gleitenden Änderung, in die auch Schwankungen des Fahrstils und der Fahrwiderstände einfließen. Es handelt sich hier also um kein bloßes Herunterzählen, das mit der tatsächlich zurückgelegten Wegstrecke streng synchronisiert wäre.

    Ich denke, es dürfte eher umgekehrt sein, nämlich, dass man beim Tanken von E 10 auch mal praktisch E 5 bekommt. Der Hintergrund ist rechtlicher Natur und wird bei genauer Betrachtung der Formulierungen klar. Wenn ein Kraftstoff "bis 10 % Ethanol" enthalten darf, dann muss man gedanklich "bis" deutlich betonen und einsehen, dass hier ein Bereich von 0 bis 10 % gemeint ist. Wenn ich also als Kunde etwas kaufe, von dem der Verkäufer mir verspricht, es enthalte 0 bis 10 % eines Inhaltsstoffes, dann ist die zugesicherte Eigenschaft mit allen Gehalten zwischen 0 und 10 % erfüllt, also auch mit 5 %. Sie ist aber keinesfalls erfüllt, wenn bspw. 15 % enthalten sind, wobei hier noch die erlaubten Abweichungen und die erforderliche Genauigkeit eine Rolle spielen würden. Wenn ich E 5 kaufe und E 10 bekomme, ist das streng genommen vertragswidrig.

    Die Unterschiede im Verbrauch sind oft so klein, dass sie von den üblichen Unterschieden, die im Alltag durch dauernd schwankende Einflüsse (Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Windrichtung, Verkehrssituation usw. usf.) und deren Kombinationen trotz vermeintlich unveränderter Fahrweise überlagert werden. Das wird indirekt auch an dem vielzitierten ADAC-Test deutlich, bei dem die Organisation einräumte, die Verbrauchsunterschiede lägen oftmals mit der Toleranz des Prüfverfahrens gleichauf.

    0,1 bar ist eine Größe, die sehr leicht hinter Manometerabweichungen und Temperatureinflüssen bzw. deren Summe zurücktritt. Mach einfach bei kalten Reifen überall 0,2 bar mehr drauf und mach Dir ansonsten nicht das Leben schwer wegen so etwas. Genau wie wegen der Sensoren: Das Auto fährt auch, wenn die Sensoren nicht funktionieren oder nicht kommunizieren, da geht die Welt nicht unter. Also einfach erst mal den Reifenhändler machen lassen, optimistisch sein und dann etwaige Probleme lösen, sofern sie denn wirklich auftreten, diese aber nicht schon vorher herbeireden.