Moin, nach draußen in die Suzuki-Gemeinde und all jenen, die dazugehören wollen.
Auch ich bin neu hier und will euch über meine ErFAHRungen mit dem neuen Vitara berichten.
Meine „Geschichten“ würde ich über einen Zeitraum von mehreren Monaten hier veröffentlichen, mit dem Hintergrund, einmal etwas zu
tun, was ich schon immer machen wollte.
Ein Bericht verfassen, nicht aus dem Blickwinkel eines überkandidelten Supertester mit 16 Monatsgehältern von Auto-Not und Schrott,
nein – einen für Du und Ich aus der Froschperspektive.
So bitte ich vorab schon einmal um ein Nachsehen, wenn ich bei der Wortwahl nicht immer den richtigen Fachbegriff wähle, einfach weil ich
dies oder jenes nicht kenne.
Zudem werde ich keine Aussagen über Farben, Ausstattungsmerkmale, Schriftzüge, Felgenlook, oder andere Modeerscheinungen
tätigen, da man(n) trefflich über Geschmack streiten kann, ich es aber nicht will.
Meine Angeheiratete sieht das anders, sie würde auch ein Blechhaufen nach Farbe ihrer Handtasche kaufen.
Und noch eines:
Ich zeichne mich verantwortlich für das was ich schreibe und natürlich auch sage, NICHT jedoch, was von anderer Seite hinein interpretiert wird.
So ich darf mich kurz vorstellen:
Ich bin ein zartes Kerlchen, Hauchzart über die 60, 110 Kilo pure Erotik. Diese Aussage wird beim Thema Sitze noch „Gewicht“ haben.
Ich verfüge dennoch über einige Offroad - Erfahrungen, wenn auch schon ein paar Jahre her. Also nicht nur ein Asphalthengst.
Zumindest darf ich mich rühmen, schon einmal einen Suzuki in einem Wasserloch mit Entengrütze (nicht ganz) versenkt zu haben,
weil ich die Wanne als befahrbar eingestuft habe.
Ich habe mich in Nordoe, Putlos und auf etlichen Dünen ausgetobt, bin aber letztlich in einem Gebiet gelandet, welches ich in „Hügel der Ahnungslosen“
benannt habe und das im Lande der saueren Menschen liegt.
Doch kommen wir zu meiner Neuerwerbung. Gekauft in…
Damit ich mich nicht strafbar mache, also möglicherweise wegen Geschäftsschädigung oder sogar schlimmeres - sage ich hier nur den Städtenamen: Hagen.
Es gibt mehrere Hagen in Deutschland, so hat der Leser die Möglichkeit, sich auszusuchen welchen dieser Orte er für sich selber wählt.
Das Autohaus, welches mit dem Buchstaben eines Kaisers beginnt, wirbt mit seinem Können. und der Frucht einer Buche.
Wir werden also noch sehen, wie es sich mit dem „Konnen“verhält.
Ob des Gesundheitszustand meiner früheren Verlobten, brauchten wir ein Auto, dass etwas hochbeinig daherkam, einen Dieselmotor besaß und gute bis sehr gute Verstellmöglichkeiten der Sitze aufweisen konnte.
So landeten wir letztlich bei den dreien, Yeti, Tiguan und eben Suzuki.
Der Yeti war nicht hoch genug, der Tiguan sprengte unser Budget, also…
Wir entschieden uns nach einer kurzen Probefahrt, der allerdings die nötige topographische Nuance fehlte, für den Vitara.
Den im mittleren Preissegment, weil wir nicht alle Gimmicks für sinnvoll hielten und das Schiebedach uns als „bedrückend“ vorkam, ein Eindruck – der sich auf die Sitzposition meiner Gattin auswirkte.
So haben wir denWagen Mitte Mai übernommen und seitdem runde 3500 Kilometer abgespult.
Der 1.6 Liter Diesel hat für meine Begriffe mit 320 Nm durchaus genügend Dampf, schon im „Normalmodus“.
Wird der Sportmodus, den ich persönlich als Spielerei empfinde, gewählt – geht die „Post“ richtig los.
Spielerei deswegen, weil man die Durchzugsstärke durchaus in einem Bereich hätte abstimmen können, eben ohne diesen „Schaltmodus“.
Weil das Drehrad auf der Mittelkonsole schon sehr an BMW erinnert, bzw. „abgeschrieben“ wurde.
Wie dem auch sei, es ist da und funktioniert.
Das zählt.
Eigentlich haben wir im Vorfeld nie an einen F… aus Italien gedacht.
Zuviel negative Erfahrungen aus der Zeit mit unserem Womo.
Doch dann holte mich die Vergangenheit wieder ein.
Erst als wir das Auto schon ein paar Wochen hatten, erfuhr ich, dass die Maschine von F… aus Italien von Suzuki hier verbaut ist.
Teufel noch mal!
Hätte ich diese Info vor Vertragschluss erhalten, wir hätten KEINEN Suzuki.
F… hat 30.000 Kilometer Wartungsintervall für seine Motore, Suzuki aber nur 20.000 – warum?
Möglicherweise traut der eine Hersteller dem Anderen bei der Qualität doch so ganz.
Als Laie stellt sich die Frage doch.
Wenn denn die Lebensdauer – der Motor dreht im Mittel zwischen 2000 und 2500 mal pro Minute – nicht wieder so kurz ist
(Materialschwäche), wie schon einmal erlebt, soll es mir recht sein.
Zu keinem Zeitpunkt hatte ich nur das Gefühl, das Auto sei untermotorisiert.
Sehr positiv ist dabei zu bewerten, das diese Maschine mit 5 bis 6 Liter Diesel eindeutig zu den Sparbüchsen zählt.
Fast hätte ich es auf Meereshöhe geschafft, unter die 5 Litermarke zu gelangen.
Wer jetzt meint, ich würde mich scheuen das Gaspedal nur zu berühren, ist schief gewickelt.
Ich lasse es schon oftmals richtig krachen.
Auch alte Säcke brauchen ihren Kick!
Die Fahreigenschaften sind bis jetzt als klassenüblich Gut zu beurteilen.
Ich muss hinzufügen, dass Extremsituationen bislang nicht vorkamen, eine Vollbremsung meisterte der Wagen mit Bravour, so dass nachher das Herzchen ganz normal weiter schlug.
Mit der Motorleistung und dem recht guten Fahrwerk stände einer jungen Familie mit einem Kind der Urlaubsfahrt nichts mehr im Wege.
Wenn ich Suzuki richtig verstanden habe, so ist dieses Fahrzeug genau für die Zielgruppe konzipiert worden.
Großer Wohnanhänger angekoppelt und los.
Will man meinen – dem ist aber nicht so.
Suzuki Vitara mit Allrad und 320 Nm hat nur 1500 Kilo Anhängelast, gebremst!
Für mich ausreichend, aber für viele ein absolutes No Go.
Keine Ahnung, was die Macher sich bei diesem, ich will ihn mal als Gag bezeichnen, gedacht haben.
Hinzu kommt, dass der Kofferraum einen Doppelboden aufweist.
Ebenfalls ausreichend für mich und meine Gattin, doch Kleinfamilien stoßen hier schnell an die Grenze des Packbaren.
Dieser doppelte Boden ist nur machbar, weil der Hersteller mal wieder kein Ersatzrad, spendierte, sondern ein Billigkompressor mit Füllgummieinspritzung.
Die Mulde ist für die Aufnahme eines Rades ausgelegt, zumindest passt ein Notrad.
Als ich es ausprobierte, reichte das „Reserverad“ bis unter die Abdeckung des ersten, aber richtigen Kofferbodens.
Das hätte mir die erste Reklamation erspart.
Ich habe eine Kiste mit Metallen und Werkszeug nach Norddeutschland transportiert.
Das ging solange gut, bis die erste Bodenwelle einer Drainage den Wagen in eine Auf- und Abbewegung versetzte.
Trotz der verminderten Geschwindigkeit, 70 hätte ich fahren dürfen, reichten etwas über 50 aus, das die 80 Kilo Metalle den Boden nach untern drückten, die Seitentraverse, eine verschraubte Plastikhalterung für diesen Boden, sich sagte, der Klügere gibt nach und sich erbrach.
Leider sind die Halteschrauben unterhalb der Stützleiste angesetzt, die Halteschiene darüber als Hohlkörper ausgelegt.
Jetzt, wo sie ab ist, sieht man das.
Diese Kiste wurde zigmal in dem Vorgängerwagentransportiert, nie gab es Probleme.
Den Schaden beim Händler reklamieren war eine Sache, die Reparatur zu verweigern, eine andere.
Es läge kein Garantieschaden vor, so der O-Ton von Suzuki Deutschland.
Ich wüsste doch, dass es ein Doppelboden wäre, kam es aus einer anderen Ecke des Händlers, da soll man doch auch keine schweren Sachen aufstellen.
Wie bitte?
Und noch einen kostenlosen Tipp bekam ich, der mir verdutzt die Kinnlade herunterfallen ließ:
Legen Sie doch Holzklötze zwischen die Böden ! ! !
Bei soviel Kundenbetreuung lacht nicht nur das Herz, auch der Verstand.
Natürlich habe ich das Handbuch zu Rate gezogen, vielleicht habe ich den Hinweis „Bitte nur leichtes Handgepäck, Handtaschen oder Einkaufskörbe mit nicht mehr als 15 Kilo im Kofferraum transportieren“ übersehen.
Nein, habe ich NICHT.
Kein Hinweis.
Ich habe daraufhin Suzuki Deutschland einen Brief geschrieben, der es in sich hat.
Natürlich habe ich den dem Händler mit einer Frist im Zugzwang gesetzt und ihm angedroht einen Rechtsanwalt einzuschalten.
Nun heißt es abwarten.
Fortsetzung in Teil 2