Bestimmte Bekleidung, vor allem synthetische Fasern, erzeugt beim Tragen/Bewegen eine Ladungstrennung/statische Aufladung. Isolierende Schuhsohlen verstärken das noch. Sogenannte "Antistatikbänder" am PKW zur Ableitung/Erdung sind physikalischer Unfug, da nicht die Aufladung des Kfz, sondern die der Person das Problem ist (anders als zum Beispiel bei Helikoptern, die isoliert in der Luft via Rotorenbewegung hohe Potentiale entwickeln, die, insbesondere bei der Landung auf Schiffen, durch eine vorhergehende "Erdung" abgeführt werden müssen). Die graphithaltigen Reifen haben genügend Leitfähigkeit, weswegen ein PKW ausreichend geerdet ist, auch z.B. bei Gewitter.
Um nun das eigene Potential infolge der bekleidungsbedingten Aufladung "schmerzfrei" zu erden, muss die Entladung breitflächig fliessen können. Also nicht mit der Fingerspitze auf Metall "zupieken", so dass es funkt, sondern die Handfläche auflegen. Noch besser, einen leitenden Gegenstand in der Hand halten und damit gegen Metall am Auto ableiten. Der gute alte Autoschlüssel aus "Blech" war da optimal. Ledersohlen oder spezielle leitende Sohlen verhindern den Aufbau eines hohen Potentials. In der Elektronik/Elektrotechnik werden spezielle Erdungssets (Arm- und Fussbänder mit Ableitung) eingesetzt, um Defekte an Schaltkreisen zu verhindern.