Es gibt keine "halbe" oder "80%"-Freiheit. Man ist entweder zu 100% frei oder halt unfrei. Es gibt notwendige Regeln des Zusammenlebens, bei genügend "Reife" der Leute müßten die nicht mal niedergeschrieben sein... Ansonsten immer nach dem Motto: Was man selbst nicht ertragen möchte, tut man auch keinem anderen an. Gut, oder vielmehr schlecht, klappt bei vielen nicht so, deshalb gibt es Gesetze. Sind diese sinnvoll, fällt die Einsicht in selbige schon aus den darin verankerten Notwendigkeiten den allermeisten leicht. Zunehmend gibt es aber Gesetze und Vorschriften, deren Sinnhaftigkeit auch bei sehr langem Nachdenken nicht erschließbar ist. Oder doch sehr schnell, wenn man die Frage "Wem nützen sie?" beantwortet.
Es gibt auch keine Wahrheiten (Plural), sondern nur eine Realität. "Die absolute Wahrheit" besitzt niemand (hilfsweise konstruiert man sich da dann halt "Gott", vielleicht gibt es ja sogar so ein "Überwesen"), nur über den freien Meinungsaustausch kann der Mensch die Zusammenhänge und Naturgesetzmäßigkeiten immer besser verstehen und seine Thesen mit der Realität abgleichen. Ein Meinungsmonopol mit Denkverboten ist da absolut ungeeignet. Ebenso das Abtun anderer, abweichender Meinungen ohne sich vorher intensiv mit ihnen beschäftigt zu haben. Das ist dann kein Wissen, sondern nur noch Glauben. Und unhinterfragter/es Glauben hat die Menschheit schon mehrfach in katastrophale Situationen gebracht und wird es leider wieder tun. Und nein, ich habe keine Angst vor der Zukunft, die meinige ist definitiv kürzer als die erlebte und zumeist sehr schöne Vergangenheit. Ich kann nur einfach nicht verstehen, wie so viele, angeblich aufgeklärte und gebildete Menschen die doch in ihrer Menge sehr deutlichen Zeichen der zunehmenden Verschlechterung der gesellschaftlichen Zustände weder sehen noch ihre Ursachen ergründen wollen. Ein notwendiges Gegensteuern gegen die zum Teil gewaltigen Fehlentwicklungen ist somit nicht zu erwarten.
Und ja, dies geht über das Thema des Threads hinaus, aber eigentlich hängt es doch wieder zusammen, ein von gewinnorientierten Managern geführter Konzern stellt nicht aus Jux und Laune seine "Verkaufsschlager" ein. Da schließt sich sozusagen der Kreis zum Ursprungsthema wieder.