Beiträge von dav1963

    Wenn es am festgehenden Kolben liegt, wird das mit der Handbremse nicht funktionieren, da die über Hebel auf die Klötze wirkt, nicht über die Hydraulik. Mit dem Abbremsen von Flugrost macht nur Sinn bei den Anlagen, bei denen die Hydraulik auf die Klötze und Scheibe wirkt, die Handbremse aber auf eine seperate Trommel über Backen (in die Bremsscheibe integriert). Bei nur Nutzung als Parkbremse bildet sich Rostbelag auf den Trommelinnenflächen, der dann zu ungleichmäßiger und schwacher Bremswirkung der Handbremse führt und das Auto durch die HU fallen läßt. Kenne ich vom ersten Opel Vectra, da bin ich vor der HU immer einige hundert Meter mit intensiver Bremsnutzung über den Handbremshebel gefahren, um sie zu "entrosten".

    Meist wird über einen Bremskraftregler an der Hinterachse deren Bremskraft lastabhängig geregelt. Um mehr Bremsdruck nach hinten zu leiten, darf der Wagen dort beim Bremsen nicht zu sehr entlasten, also öfter mal mit "Hinterbänklern" und Gepäck im Kofferaum fahren. ;)

    Der Sitz ist wohl ein bekannter Schwachpunkt und es gibt wohl auch einen Thread dazu. Denn auch wenn der "Normfahrer" noch immer mit 75kg ins Leergewicht eingeht, dürften viele mittlerweile mehr Biopren auf den Rippen und Hüften haben. Die Sitze sollten also auch dafür mittlerweile ausgelegt sein. Habe da mit meinem Zentner je Backe beim SCross noch keine Probleme bemerkt ^^, der Ignis3 gehört zwar zur Familie, wird aber nicht von mir bewegt ...

    Der vordere Überhang ist durch den vor der Achse positionierten Motor sowohl beim alten, als auch beim neuen Ignis recht groß, was bei welligem Weg mit Spurrillen zu Bodenkontakten führen kann. Der erste SCross ist da auch nicht besser, bei eingesteckter Hängerkupplung (von unten, die waagerechte kann ich nicht beurteilen) scharrt er auch damit hinten schnell mal. Sind ebend keine echten Offroader, die dann aber wieder onroad schlechter sind. Und regelbare pneumatische Fahrwerke gibt es in der Preisklasse halt nicht.

    Aber der Kompromiß aus geringer Größe und viel Platz, Bodenfreiheit und Straßenlage, Preis und Ausstattung ist Suzuki bei den Mini- und Kompakt-SUV gut gelungen, denke ich. Zumindest sind wir in der Familie begeistert von den kleinen Tausendsassas.

    Trotz der wieder gesunkenen Rohölpreise bleibt der Sprit teuer. Hier E10 ca. 2,08€ (vormittags) bis 2,28€ (nach 12:00). Davon kriegen Ölkonzerne und Tankstellenpächter (die auch Steuern abführen) rund 95 Cent (auf 2,10€/l gerechnet), der Rest von 1,15€ sind Abgaben und Steuern:

    • Mineralölsteuer: 65,5 Cent
    • Mehrwertsteuer: 33,5 Cent
    • CO2-Preis: 15,7 Cent

    Selbst bei 1,50€/l, wie umgerechnet in einigen östlichen Staaten der EU, ist der Steueranteil noch hoch. Hier in D bei ca. 64% jedoch extrem! Und trotzdem sind viele Straßen Schlaglochpisten und die Brücken zerfallen!

    Ob das bei den neueren Motoren AU-konform geschehen kann und welche Folgen für den Motor resultieren können, weiß ich nicht detailiert. Beim Mitsubishi-Galant GDI, einem 4-Zylinder-Direkteinspritzer machte das AGR wohl auch viele Probleme (ich hatte den tollen 6-Zylinder mit klassischer Saugrohreinspritzung) und ein Verschlußblech brachte wohl Abhilfe. Andererseits dient die AGR der kühleren Verbrennung und Reduktion der Stickoxide. Letztere sind nur ein Umweltproblem, ob aber ein dann heißerer Verbrennungsvorgang auch dem Motor schadet? Zumindest sollte die Einspritzmenge angepaßt, das Gemisch also angefettet werden. Direkteinspritzer "leiden" ja unter starker Abmagerung zur Verbrauchseinsparung. Parallel produzieren sie viel NOx, benötigen zur Einhaltung der Grenzwerte also AGR und/oder NOx-Kat.

    Nix falsch gemacht! Der Kleine ist ein prima Auto. Man sitzt wie in einem Großen, selbst als Hinterbänkler auf den verschiebbaren Einzelsitzen. Vorn richtig Platz, zumindest wenn man keine XXL-Schultern hat. Und der Schalter ohne Hybrid und unnütze Start-Stopp macht auch fahrtechnisch Spaß. Und selbst mit BAB kommt er klar. Richtig Freude kommt in engen Parkhäusern oder engen Parklücken auf. Dabei verbraucht er wenig und lädt viel ein, wenn die Rückbank nicht besetzt ist und ganz vor gerutscht wird. Die Bodenfreiheit reicht problemlos für normale Feld- und Waldwege, auch schon als 2x4 mit guter Traktion.

    Die meisten neueren Maßnahmen zur Verbrauchssenkung gehen nicht mit einer Verlängerung der Motorhaltbarkeit zusammen. Ganz im Gegenteil. Heißere Verbrennung durch abgemagertes Gemisch, "Kühlung" durch Abgasrückführung, Downsizing mit wenig Hubraum und minimierter Zylinderzahl, Aufladung und höhere Drehzahlen mangels Drehmoment. Die Belastungen im Moror selbst steigen und störanfällige Zusatzkomponenten müssen verbaut werden. Lernte man früher: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum, so werden heute Rasenmähermotörchen mit hoher Leistungsdichte und dank Aufladung sogar hohen Drehmomenten verbaut, was der Langzeithaltbarkeit nicht guttut. Nun könnte man meinen, es würde sich bei den hohen Spritkosten über die Einsparung des selbigen rechnen, aber mittlerweile wird eine Motorinstandsetzung oder gar ein Austausch schnell zum wirtschaftlichem Totalschaden. Nicht berücksicht die ganze Armada an "Assistenten", deren Defekt ganz schnell in vierstellige Kostenbeträge steigt. Aber ohne diese meist unnützen Überwacher und Korrektoren keine HU. Hat früher der Rost ein Autoleben begrenzt, sind es heute die Reparaturkosten der Elektronik. Den Rost konnte man selbst verhindern oder bekämpfen, bei der Elektronik braucht es meist die Fachwerkstatt mit Diagnostik und Einrichtungstools. Nebenbei steigen auch noch die Versicherungsprämien, da Unfälle gleich nahe des fünfstelligen Bereiches liegen oder ihn erreichen. Natürlich fährt ein heutiges Auto sicherer und komfortabler als eines aus den späten 1980ern, der Unterschied zu einem aus dem ersten Jahrzehnt des 3. Jahrtausends ist hingegen gering ...

    Das Suzuki die Werksseitige Software von Stand 00000 auf 00001 geändert hat.

    Damit läuft er nicht mehr so mager und die Zündkerzen sind nicht nach 40 tkm am Ende.

    Dafür braucht er jetzt auch gut, im Durchschnitt, einen halben Liter mehr auf 100 km.

    Das sind auf 40Tkm rund 200l mehr, bei heutigen Preisen gut 450€. Dafür gäbe es glaub ich mehrere Zündkerzensätze ... Allerdings schont das fettere Gemisch sicher nicht nur die Kerzen, denn auch die Kolbenböden werden geschont durch die niedrigere Verbrennungstemperatur und Kühlwirkung des zusätzlichen Treibstoffs.

    Meine Erfahrung bezogen sich tatsachlich auf einen Ignis BJ 2004 im Vergleich zum SCross von 2014 und einem Ignis von 2019. Alle drei aus Ungarn sind gut gewachst, trotzdem habe ich Kanten und Falze nachgewachst und kontrolliere es regelmäßig.

    Beim Spritverbrauch liegt der 2004 Ignis mit 99PS deutlich über dem des 2019er mit 90PS bei vergleichbaren Fahrleistungen. Um die 8l/100km bei ersterem zu rund 5,5l/100km beim zweiten. Der SCross mit 120PS liegt mit rund 6,5l/100km so dazwischen, ist halt aber auch schwerer und etwas größer von der Stirnfläche.

    Der Swift aus 2002 hat gegenüber dem Ignis2 nur 2/3 Hubraum und die kleinere Stirnfläche. Wieviel Leistung der Motor maximal abgeben kann, müßte ich nachschlagen, aber entscheidend ist das im Teillastbereich nicht wirklich, der größere Motor hat mehr innere Reibung, aber sicher mehr Drehmoment und läuft bei gleicher Last dafür mit geringerer Drehzahl, Stirnfläche, cw-Wert und Masse sind da entscheidender.


    Für die meisten heißt es am Ende einfach nur Augen und Ohren zu beim Tanken und hoffen, dass alles irgendwann besser wird.

    Die Hoffnung darauf wird sich wohl leider mit nur darauf Warten eher nicht erfüllen. Das Bestreben nach "Klimaneutralität" läuft preiswerter Energie konträr entgegen. Der Verbrauch an Energierohstoffen und damit das Preisniveau selbiger wird global stark steigen. Zum einem benötigt die KI große Strommengen, zum anderen steigt der Wohlstand und damit der Energiebedarf in den sogenannten Entwicklungsländern. Die schwindende Industrie hier bedeutet ja nur deren Ausbau woanders. Das die "Energiewende" nicht zu niedrigeren Energiepreisen führt, dürfte den Meisten inzwischen wohl klar sein. Auch ohne Rechnung von Wind und Sonne kostet deren Verstromung Unsummen, die letztendlich der Verbraucher aufbringen muß. Hinzu kommt die gewollte Verteuerung zum Schutz und zur Rettung des Klimas. Nein, Benzinpreise von 75 Cent, in DM-Zeiten sogar noch weniger als 1,50DM, werden wohl nie wieder kommen. Selbst Preise unter 1,60€ halte ich für illusorisch. Das jetzige Niveau wird wohl noch für lange Zeit so bleiben oder sogar noch ansteigen hier in D.

    An die politisch gewollt hohen Treibstoffpreise müssen wir uns wohl gewöhnen (Viele scheinen es ja so zu wollen, andere Länder beaufschlagen halt weniger Steuern und Abgaben darauf), die "Reibereien" im Golf und im Roten Meer werden wohl noch einige Zeit an- und die Ölpreise oben halten.

    Auch der sparsame Verbrauch hat physikalische Grenzen, selbst wenn man sein Fahrzeug wie eine Wanderdüne bewegt. Aber natürlich machen da vorausschauende Fahrweise, höherer Reifendruck und "Entrümplung" von Kofferraum und Dachreeling einiges aus, aber ein gewisses Minimum benötigt halt der Motor für den Vortrieb ...

    Wer kann, fährt weniger. Aber Bus und vor allem Bahn sind ja auch keine gute Alternative. Zumindest nicht außerhalb der Großstädte.

    Auch der Strom wird teurer, also, abgesehen von den anderen Nachteilen, ist Elektro auch nicht die Alternative. Denn wer kann schon bei Sonnenschein sein BEV mit der eigenen PV-Anlage "betanken"? Nächtens scheint der Fixstern meist nicht drauf, tagsüber steht der mobile Akkuschrauber auf einem Parkplatz in Arbeitsplatznähe ... Für viele Arbeitnehmer ist ja schon der rentnerfreundliche 12:00-Uhr-Sprung ein Problem - nachmittags ist es teuer und frühs haben viele Tanken noch gar nicht geöffnet und man ist eh schon knapp dran.:/

    Die Komfortschließung der Fenster ist eine gute Sache, habe selbst schon mal eins auf der rechten Seite zu schließen vergessen. War zum Glück eine "ehrliche Gegend" und ohne "sicherstellende Polizeistreife".

    Mit den anklappenden Spiegeln sehe ich "geteilt". Einerseits ist das manuelle Anklappen vor dem Ausstellen zum Aussteigen (keine Kontrolle des rückwärtigen Verkehrs vor Türöffnung) sehr nachteilig, andererseits wird der Stellmotor bei stetigem Anklappen beim Zuschließen ja deutlich stärkerer Nutzung unterzogen. Suzuki hat ihn hoffentlich dafür ausgelegt.

    Viel Freude damit! Ein guter "Stadtwagen" mit tollem Raumamgebot für seine Außenmaße. Lt. Baujahr sollte er auch gut rostgeschützt sein, die Technik ist eh recht standfest und meist ohne große Defekte langzeitig funktionierend. Ein Celerio wäre auch unsere Wahl gewesen, hätte es nicht den knuffigen Ignis3 als günstige Tageszulassung bei unserem Händler auch noch in Wunschfarbe und -ausstattung gegeben. Aus langjähriger guter Erfahrung mit dem Vorgänger fiel die Wahl natürlich auf den Micro-SUV.

    Leider kenne ich hier im Großraum Mitteldeutschland auch niemanden, der günstigst Karosseriearbeiten ausführt. Meist wird das ja außer im DIY sehr teuer. Ist der Wagen ansonsten technisch in gutem Zustand und noch für viele km gut und ist es das "Wunschfahrzeug", wird man sicher auch einiges investieren wollen. Gibt es jedoch andere Baustellen oder man betrachtet ihn eh als Kompromiß und hat Besseres in Aussicht, trennt man sich leichter von ihm. Allerdings kann man auch mit einem jungen Gebrauchten "ins Klo greifen", da man meist nicht weiß, wie er gefahren und gepflegt wurde. Aus meinem "Fuhrpark" weiß ich, daß Fahrzeuge aus diesen Baujahren wie dein jetziger noch sehr großzügig mit dem Teibstoff umgehen, das können jüngere Baujahre deutlich sparsamer. Bis ca. 2019 wurden die Suzuki-Neuwagen aus Ungarn auch noch gut versiegelt ausgeliefert und nerven nur wenig mit piependen Assistenzsystemen, je nach Austattungsvariante sind viele teure (vor allem in der Reparatur) Gimmecks gar nicht erst verbaut. Zur Haltbarkeit von Turboladern, Hybridtechnik und Direkteinspritzsystemen kann ich nichts berichten, wir nutzen klassische Saugrohreinspritzer ohne Aufladung oder Hybrid und hatten damit bisher keine Probleme trotz vergleichsweise viel Kurzstrecke beim 22 Jahre alten Ignis oder viel BAB beim 7 Jahre "jungen" Ignis. Auch Rost ist kein Thema.

    Leider kommen weder beim Handydrehen, noch im Desktopmodus mehr Informationen zu den Threads im "Kasten" "Letzte Beiträge". Na ja, vielleicht im Beitrag selbst sonst immer kurz den Fahrzeugtyp erwähnen, um den es geht. Erleichtert das zielgerichtete Antworten.

    Bildschirmfoto im Desktopmodus quer:

    Auch ich bedanke mich für die Auswahl. An das spezifische Detailwissen von Jörg, der es ja wohl werktäglich auf Arbeit nutzt und Quertreiber mit seinen Projekten, komme ich nicht heran. Aber als Benzinbegeisterter und Ossi mit damaligem Zwang zum Selberschrauben und Interesse an dem Warum etwas so funktioniert, wie es funktioniert und weshalb es manchmal nicht so funktioniert, helfe ich gern.

    Einen Vorschlag für das Forum hätte ich auch gleich. Im Handymodus hat man unter "Letzte Beiträge" keine Zuordnung zur Rubrik bzw. dem Fahrzeugtyp. Man muß den Beitrag erst darunter suchen, was mühselig ist und ich ggf. unpassend antworte, weil mir ein anderes Fahrzeug fälschlich in Erinnerung war. Vielleicht kann diese Info mit erscheinen? Denn im Profil des Fragestellers ist es auch nicht immer ersichtlich oder es sind wie bei mir mehrere Suzukis vorhanden.

    Ansonsten bin ich begeistert über den reibungslosen Übergang der Forumsleitung und sage Danke für die viele Mühe, die sich Akrep da macht. :thumbup:Leider reichen IT-mäßig meine Kenntnisse nicht über grundlegende Nutzung von Handy und PC hinaus. Wobei ich letzteren kaum noch nutze. Zu diesbezuglichen Themen kann ich also nichts wirklich Brauchbares beitragen, werde mich aber immer gern bei den Fragen zu allgemeinen Problemen mit den geliebten Benzinkutschen helfend bemühen und eigene Erfahrungen, Erfolge und auch Mißerfolge zur Weiternutzung oder Vermeidung kundtun.

    Genauso ist es! Wenn es um Bremsen Teile oder andere Sicherheitsrelevante Teile geht, nur Orginal Teile verwenden 😉

    Auch wenn die teuer sind !

    Brauchte zum Glück noch nicht viele Ersatzteile, fand die Preise bei "meinem" Vertragshändler aber immer recht moderat. Nur die Gasdruckdämpfer für die Heckklappe habe ich dann doch beim nächsten Mal lieber im Netz gekauft. Gleicher Hersteller aber nur halber Preis und es ging noch billiger. Mal sehen wie sich die für ein Viertel des Suzukipreises "schlagen", bisher sehr zufrieden. Bei Kälte ist die Öffnungsgeschwindigkeit der Klappe auf den letzten Zentimetern zwar deutlich gebremster, liegt sicher am visköseren Öl, aber es geht auch da "kraftvoll" bis zum Anschlag. Die originalen schafften schon nach je rund 5 Jahren im Winter die letzten cm nur noch mit Hilfe.

    Aber bei sicherheitsrelevanten Teilen hoffe ich zumindest beim Markenhändler die geforderte Qualität zu erhalten, im Netz gibt es da ja leider viel Schund, der nicht sofort als solcher zu erkennen ist.

    2 unserer 3 Suzukis sind Garagenwagen, standen aber viele Jahre tagsüber auf dem "Werksparkplatz" auch Richtung Süden in der prallen Sonne. Sowohl nach 12, als auch nach 22 Jahren sind die Polykarbonatgläser noch klar und kratzerfrei. Bei Bedarf werden sie mit viel Wasser und weichem Tuch/Schwamm gereinigt, Waschanlage sehen die Wagen sehr selten. Einmal jährlich und zusätzlich bei Bedarf eine Schlauchwäsche mit Regenwasser genügen unseren Ansprüchen und schonen den Lack.

    Mal sehen, ob der "Laternenparker" sich da anders verhält, nach inzwischen auch 7 Jahren sieht da aber auch noch alles neuwertig aus.

    Wenn im kalten Zustand der Ausgleichbehälter bis "Full" gefüllt ist, drückt es bei Überschreiten des Öffnungsdrucks am Kühlerverschluß natürlich Kühlwasser in den Ausgleichbehälter, wodurch es über die "Full" Markierung steigt! Drückt es sehr viel Kühlwasser über den Verschluß in den Behälter, weil sich im Motor Dampfblasen bilden, so kann es auch durch den Überlauf (grüner Deckel) nach außen gedrückt werden.

    Bei intaktem Kühlsystem wird das kaum passieren, aber infolge eines defekten Kühlerverschlusses siedet das Kühlmittel ja deutlich eher, eine längere Leistungsabforderung vom Motor bringt den Kühler dann "zum Kochen".

    Kühlen Motor und Kühler wieder ab, saugt das sich zusammenziehende Kühlmittel die "Reseve" aus dem Ausgleichbehälter zurück (das Ventil im Kühlerverschluß öffnet in Saugrichtung sofort). Genau aus diesem Grund haben Verbrennungsmotoren mit geschlossenem Kühlsystem und Warmwassergebäudeheizungen immer ein Ausgleichgefäß. Entweder über ein Druckventil getrennt oder druckstabil direkt im Kreislauf. Ein Sicherheitsventil verhindert dann ein mögliches Platzen, Heizungen haben meist einen gasgefüllten Behälter mit Trennmembran, um einen permanenten Mindestdruck im Kreislauf zu halten oder einen Ausgleichbehälter an der höchsten Stelle des Kreislaufs.

    Würde eine geschlossene Anlage ohne Ausgleichbehälter betrieben werden, würde sie durch die Ausdehnung des Kühlmittels platzen oder sich über das Sicherheitsventil leeren.

    VAG hat meist einen Ausgleichbehälter direkt im Druckkreislauf, aber auch darin steigt der Kühlmittelstand zwangsweise bei Erwärmung, bei zuviel Ausdehnung bläßt da dann auch das Kühlwasser oder der Dampf über den Verschlußdeckel mit Ventil ab. Eine höhere Elastizität der Schläuche zum Kühler nimmt ggf einen Teil des Volumens über den ansteigenden Druck auf, so daß der Anstieg im Ausgleichbehälter geringer ausfällt als bei starreren Schläuchen. Bei Suzukis System ist der Anstieg bei heißem Motor deutlich im Behälter sichtbar, der Kühlmittelstand sollte auch bei kaltem Motor geprüft werden und da zwischen "MIN" und "MAX" liegen, keinesfalls sollte der Stand unter der Rücksaugöffnung (bei einigen Typen kommt der Verbindungsschlauch zum Kühler von oben) liegen, da dann Luft ins Kühlsystem gesaugt werden kann/wird.

    Da Wasser sich bei Erwärmung ausdehnt muß es in den Ausgleichsbehälter gedrückt werden (können), sonst würden Kühler oder Schläuche platzen. Genau dafür gibt es ja den Ausgleichsbehälter! Der Druckaufbau ist vom Ventil im Deckel begrenzt und dient der Siedepunkterhöhung.

    Übrigens dehnt sich auch das Motoröl natürlich bei Wärme aus, der Ölstand ist also bei betriebswarmem Motor etwas höher als bei Umgebungstemperatur. Bei 4l Öl kann das dann rund 0,2l Volumenänderung sein zwischen 20° und 70°C.

    Sind das nicht recht einfache Blechstreifen, zur Versteifung mit Sicken versehen? Entweder selbst aus entsprechenden (verzinkten) Blechstreifen biegen und bohren oder in einer Schlosserei mal nach den Kosten fragen. Die Teile liegen ja optisch und unfalltechnisch "geschützt" hinter den Kunststoffstoß"fängern" und können auch durchaus etwas massiver ohne Sicken gestaltet werden, um den Kunststoff zu halten. Die eigentliche Energieabsorption beim Rempler/Crash übernehmen eh die Prallboxen mit fester Rahmenverschraubung. Bei der Montage einer Anhängerkupplung fällt auch die hintere Prallbox dem Kupplungsträger "zum Opfer", also auch sie ist TÜV-technisch ggf. verzichtbar/durch ein entsprechendes Stahlprofil ersetzbar.