Die Standby-Entnahme bei "neueren" Autos ist vergleichsweise hoch. Komponenten wie die Funkentrieglung sind immer auf Empfang und schon beim einfachen Öffnen der Tür (weil man etwas aus dem Wagen holt o.ä.) springen einige Steuergeräte an und ziehen Strom. Diese Milliampere summieren sich über die Standtage. Zugleich ist bei den vielen (Komfort-)Verbrauchen auch im Fahrbetrieb die Nachladung durch die Lima begrenzt, ebenso von der Ladestrombegrenzung zum Schutz des Akkus. Um den entladenen Akku wieder richtig voll zu bekommen, müßte man also eine ganze Weile fahren, im Kurzstreckenbetrieb also unmöglich. Ein langzeitig teilentladener Starterakku leidet darunter aber, er sollte möglichst immer voll geladen sein, um langfristig Kapazität und Maximalstromabgabe zu sichern.
Wer die Möglichkeit hat, sollte also den Akku häufig mit einem externen Ladegerät voll aufladen. Dank elektronischer Reglung ist mit den modernen Ladegeräten ein Überladen mit Ausgasen und Schädigung der Platten ausgeschlossen, selbst ein Abklemmen des Akkus beim Laden ist unnötig, auch wenn in den Anleitungen zu den Ladegeräten meist noch so stehend. Lade seit Jahren regelmäßig über eine von außen (ohne Öffnung von Motorhaube oder Türen) zugängliche Buchse meine Fahrzeuge. Im Winter wöchentlich, im Sommer 14-tägig, wenn sie kaum bzw. in Kurzstrecke bewegt wurden. Leider kann man bei den meisten neueren Akkus weder die Säuredichte messen, noch dest. Wasser nachfüllen. Habe noch zwei Akkus mit Schraubstopfen stehen, die beide seit über 10 bzw 15 Jahre funktionieren und diverse 12V-Geräte versorgen. Verbraucherlos halten die ihre Leerlaufspannung noch über mehrere Wochen auf 12,5-12,6V, werden trotzdem aber meist im Rhythmus der verbauten Akkus mit nachgeladen ...
Dampfblasenbildung im Benzin ist zwar ein Thema, aber eher des warmen Motors oder im Sommer, da Benzin bei ca. 55°C und normalem Luftdruck (1Bar) verdampft. Deshalb ist ein Rückschlagventil mit rd. 3Bar Haltedruck verbaut, um die Verdampfungstemperatur anzuheben in der Benzinzuleitung und so die Gasbildung zu verhindern.
Auch eine geneigte Parkposition sollte bei Einspritzern (im Gegensatz zu Vergasern) keine Auswirkungen auf die Benzinzufuhr haben (erst wenn im Tank nur noch Luft angesaugt wird ...
).
Im vom Threadinitiator geschilderten Fall ist es eher ein Akkuproblem oder eines der Kaltanfettung. Sollte es daran nicht liegen, dann könnte ein Defekt in der Einspritzung oder Zündanlage ursächlich sein, nicht alle lösen die Motorkontrolleuchte aus, da hilft dann nur noch Auslesen des Fehlerspeichers oder Kontrolle der Sensordaten bei Persistenz der Startprobleme trotz vollem Akku und warmgefahrenem Motor vor dem Abstellen.
PS: Ein defektes Kraftstoffpumpenrelais ("kalte" Lötstelle) kann es ggf. auch sein. Hatte ich auch schon beim Opel Vectra. Nachgelötet und Problem war beseitigt!