Vorletztes Wochenende war Kurzurlaub in Rostock angesagt. Bei der "Gelegenheit" habe ich gleich noch ein 2. Getriebe mitgenommen, welches mein Onkel vom Vorbesitzer des ersten Getriebes besorgt hatte. Der Zustand wäre mit jämmerlich noch geschmeichelt gewesen. Das Getriebe war absolut trocken. Und was noch an Schmierstoff darin war hat sich mit dem Rost verbunden und Klumpen gebildet, ähnlich wie Kleintierkot. Nach dem ausschütteln und Zerlegen dann noch ein kleiner Lichtblick. Das Zahnrad vom 1. Gang ist ok und die Hauptwelle kann ich auch verwenden. Ansonsten ist das Getriebe aber auch Kernschrott und nicht mal das Altmetall wert...Angeblich will der Herr noch 200€ haben für den Ankerersatz, aber darum muss ich mich nicht kümmern. Mir bleiben "nur" die Kosten für die Reparatur vom eigentlichen Getriebe. Dazu habe ich die beiden Hauptwellen, die gute Eingangswelle und die gute Nebenwelle zum Spezi geschickt. Ernüchterung nach Einschätzung der Lage vom Spezi...
-Gleitbuchse der Eingangswelle im Eimer (das wusste ich vorher schon)
-Achse der Nebenwelle eingelaufen (konnte ich mir denken, bei dem Spiel in der Lagerung...)
-3. Gang im Eimer (Bei beiden Getriebewellen)
-Axialspiel 2./3. Gang zu groß
Was es kostet weiß ich noch nicht, kann aber nicht wie Welt sein. Die Gleitbuchse muss angefertigt und eingepresst werden, der 3. Gang kommt neu und das Axialspiel wird mit neuer Anlaufscheibe ausgeglichen. Nebenwellenachse...kein Schimmer, wie er das beheben will. Das erfahre ich noch alles.
Also mal kurz zusammengefasst, was bei den "Überholten" Teilen alles noch nötig war...
-Kurbelwelle musste überarbeitet werden, nachdem das Schwungrad darauf Tango tanze mangels richtiger Montage
-Ölwanne komplett durchgefault
-Ventilspiel war nicht mal ansatzweise eingestellt
-Getriebe siehe oben
...
Und da ich mir denken kann, was da für Kolben und Zylinder verbaut wurden, dann gehe ich davon aus, dass der Motor auf den ersten 500km den ersten Kolbenklemmer hat.