Kurz, mein Kühler hat nur mit 10W40 korrekt funktioniert, so dass man auch ohne zu rasen auf die 90 Grad kam. Alles darunter war so dünn, dass es, der Bauweise vom Thermostat geschuldet, nicht mehr warm wurde. Außer man ist halt mit wenig Speed und viel Drehzahl gefahren...sprich sportlich auf enger Landstraße. Ebenso hat das Öl länger gebraucht, bis es Temperatur hatte.
Das Thermostat war so konzipiert, dass der Schieber immer auf stand und das Öl sowohl durch den Kühler als auch vorher durch einen Bypass fließen konnte. Bei steigender Temperatur hat der Schieber dann den Bypass verschlossen und das Öl durch den Kühler gezwungen. Das Funktioniert nur, wenn der Kühler einen so großen Rückstau im kalten verursacht, dass das dicke Öl dem Bypass nimmt. Ist das Öl von vorn herein zu dünn, dann fließt zu viel durch den Kühler im kalten Zustand.
Wer ein Wochenende Rennstrecke hinter sich hat ist mit einem Ölwechsel nach dem Wochenende sicher genau so gut bedient, als einen teuren Kühler mit Thermostat zu verbauen und die Garantie, sofern noch aktuell, zu riskieren. Problematisch wird es erst mit dem Öl, wenn die Viskosität so weit sinkt, dass der Öldruck einbricht. Habe ich einmal erlebt, dass der Öldruck weit unter 1Bar gefallen ist im Leerlauf bei heißem 0W20...
Der MZ hatte übrigens auch schon einen Wärmetauscher zwischen Wasser und Öl, direkt am Ölfilterflansch. Hat gefühlt nur nichts gebracht.