Ok,
Hier kommt eine ungefähre Beschreibung wie die Abgasrückführung funktionieren könnte (ich hatte einmal alle relevanten Teile - von einem GS - dazu ausgebaut, und mir damals dazu was überlegt:
Die Abgasrückführung wird über 3 Teile gesteuert
1. das Rückführventil selbst, welches am Ansaugkrümmer festgeschraubt ist
2. eine Art Rückkopplungsventil, das über dem Ventil (1) sitzt,
3. einem elektischen Ventil, das den Unterdruckschlauch von der Einspritzanlage her kommend durchschaltet.
ad 1: Das Rückführventil hat am Flansch zwei Bohrungen. Über die 1. Bohrung (fragt mich jetzt nicht genau welche) kommt das Abgas (ich vermute über einen Kanal im Zylinderkopf) mit dem entsprechenden Abgasdruck an - darum ist diese Öffnung auch schön dreckig ;). Saugt man an dem (dünnen) Schlauch welcher zu der Membrandose führt, so macht das Ventil auf, und das Abgas kommt bei Flanschbohrung 2 heraus, und wird dem Benzingemisch beigefügt. Gleichzeitig kommt das Abgas an dem 2. dickeren Schlauch heraus.
Dieser Schlauch ist eine Art Regelleitung für 2 ('Rückkopplungsventil'). Wir kommen dazu später.
Man kann das Ventil jetzt prüfen, in dem man bei der Abgasbohrung hineinbläst - es muß dicht sein. Saugt man an dem dünnen Schlauch und bläst jetzt an der Flanschbohrung für Abgas hinein ( hehe, wie macht man das bloß - vielleicht mit einer Einwegspritzte am dünnen Schlauch und Spritze aufgezogen ?) , so läßt das Ventil durch.
ad 2. Die 'Rückkoppeldose' hat oben zwei dünne Schläuche. Einer kommt vom Schaltventil, und einer geht zum Rückführventil. Es regliert den Unterdruck vom Schaltventil (dazu später) mit Hilfe
der Regelleitung vom Rückführventil - das ist der dicke Schlauch vom Rückführventil der unten an der Rückkoppeldose dran ist.
Dose kann man wie folgt testen: einfach an einem der dünnen Schläuche saugen. Es muß durchlassen. Legt man dicken Schlauch Druck an (z.b. mit einer Einwegspritzte) so muß es beim Saugen am dünnen Schlauch 'fast' dicht machen. 'Fast' deswegen, weil es in der Rückkoppeldose eine kleine Hilfsöffnung gibt, die noch etwas Luft durchläßt .
ad 3. Das elektische Schaltventil hat einen dünnen Schlauch von der Einspritzanlage kommend, und einen der zum Rückkoppelventil führt. Außerdem hat es unten einen 'Freiluftausgang', an welchem ein kleiner zylindrischer Luftfilter sitzt. Wenn man an dem Schlauch saugt, der von der Einspritzanlage kommt, so muß es im nicht geschaltetem Zustand dicht sein. Saugt man an dem Schlauch, der zur Rückkoppeldose geht, so zieht man über den Freiluftausgang Luft.
Schaltet man das Ventil durch (z.B. mittels Krokoklemmen an die Batterie) und saugt an dem Schlauch zur Rückkoppeldose, so zieht man Luft über den Schlauch der zur Einspritzanlage geht.
Wie spielt das Zeug jetzt zusammen:
Im Betrieb (die genaueren Zustände weiß ich nicht) liegt am dünnen Schlauch (von der Einspritzanl. kommend) des Schaltentils Unterdruck an. Schaltet dieses durch, so ist im dünnen Schlauch zur Rückkoppeldose ebenfalls Unterdruck. Dieses ist im Normalzustand 'leitend' und der Unterdruck geht zum Rückführventil. Diese macht jetzt auf. Damit kommt Abgas zum Gemisch. Gleichzeitig kommt aber auch Abgasdruck über die Rückkoppelleitung zum Rückkoppelventil. Dieses macht zu, und der Unterdruck im dünnen Schlauch (vom Rückkoppelventil zum
Rückführventil) wird ausgeglichen (aha, deswegen die kleine Hilfsöffnung im Rückkoppelventil !). Damit schließ jetzt wieder das Rückführventil, kein Abgas mehr zum Benzingemisch, aber auch kein Druck mehr an der Rückkoppelleitung -> d.h. die Rückkoppeldose macht wieder auf und der Unterdruck öffnet wieder das Rückführventil . Damit beginnt das Spiel wieder von Vorne - Ich glaub das nennt man Regelkreis
Ich denke das ganze hat den Sinn, damit man nicht brutal viel Abgas ins Gemisch bekommt.
Schließt jetzt das Schaltventil (keine Spannung), so wird aus der Sicht des Rückkoppelventils auf den 'Frischluftaugang' des Schaltventils umgeschalten. Damit wird Unterduck ausgeglichen, und der ganze Regelkreis stillgelegt d.h. keine Abgasrückführung.
Also nicht nur das Rückführventil checken, sondern auch den Rest davor ![]()
Wie gesag, ich denke, daß es so funktioniert (hab leider keine Literatur dafür). Wenn jemand aber weiß, wann die Abgasrückführung aktiviert wird (Drehzahl, Lastzustand, usw),
so möge er/sie dies bitte kundtun.
PS: Achja, ich hatte noch vergessen zu sagen warum ich mich damit beschäftigt habe: Es hatte bei meinem Rückführventil ziemlich HEFTIG aus der Rückkoppelleitung rausgeblasen (Grund: der KAT war zerbröselt, und hatte den Auspuff TOTAL zugemacht.
Die Rückkoppelleitung war der einzige mögliche Ausweg für die Abgase...)