hab hier was für dich...hab ich denen damals geschrieben..und wurde prompt für zivi-dienst freigegeben *gg*
Antragstellung als Kriegsdienstverweigerer
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beantrage ich unter Berufung auf Artikel 4 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer.
Meine Beweggründe für diese Gewissensentscheidung möchte ich Ihnen nachfolgend darlegen.
Ich wurde in einer christlichen Familie geboren und dementsprechend erzogen. Ich wurde angehalten, andere Menschen zu achten und im Umgang mit ihnen in Ehrlichkeit, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Vertrauen zu leben. Ich habe mich zum christlichen Glauben bekannt, daher gelten für mich die 10 Gebote Gottes. Das sechste Gebot besagt: "Du sollst nicht töten." Das bedeutet für mich, das ich im Kriegsfall dem Dienst mit der Waffe nicht nachkommen kann.
Auch meine Familie hatte in den letzten beiden Weltkriegen Todesopfer zu beklagen.
Von meinen Großeltern wurde mir die ganze Grausamkeit und Sinnlosigkeit des 2. Weltkrieges geschildert. Ich frage mich immer wieder, wann der Mensch als vernunftbegabtes Wesen endlich begreift, Kriege zu verhindern, statt sie zu führen. Auch im letzten Jahr gab es wieder genügend Anlässe über Kriege nachzudenken. Durch Fernsehberichte, Zeitungen und Filme wurde ich ständig informiert welche katastrophalen Auswirkungen die Kriege für die Menschen in unserer Zeit haben. Ich möchte dabei nur an die Kriege im ehemaligem Jugoslawien und Tschetschenien sowie auf dem afrikanischen Kontinent erinnern. Es ist mir unbegreiflich, wie einige wenige Menschen ihre politischen Machtinteressen verfolgen und daher unschuldige Menschen, besonders Kinder, ältere Menschen und Frauen grausam zu Tode kommen.
Die Vorstellung im Ernstfall in eine ähnliche Situation zu geraten, beschäftigt mich schon längere Zeit. Die Schrecken des zweiten Weltkrieges werden mir immer wieder vor Augen geführt, wenn Angehörige meiner Familie aus der Zeit des zweiten Weltkrieges berichten. Dabei ist mir bewusst das das Ausmaß der heutigen Kriege weitaus furchtbarer ist, als uns durch die Medien gezeigt wird. Den Gedanken andere Menschen auf Befehl töten zu müssen, kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Zugleich bringe ich mit einer Befehlsverweigerung meiner Kameraden in Gefahr. In der Bibel stehen für mich verbindliche Aussagen, die auf mein Leben wesentlichen Einfluss haben.
Dabei stehen die 10 Gebote aus dem alten Testament zusammen mit den Aussagen von Jesus aus der Bergpredigt besonders Matthäus 5 Vers 44 (" Ich aber sage Euch: "Liebet Eure Feinde;...") an vorderster Stelle. Liebe schließt jegliches Töten aus. Töten bedeutet Mord, und Mord bedeutet Todsünde. Sünde aber bedeutet Hölle, das ist das ewige Verderben. Mein Ziel ist, mein Leben so auszurichten, dass ich das Ewige Leben erlange. Mord ist einer Erbsünde, die bis ins dritte und vierte Glied (Generation) reicht.
Ich kann es nicht verkraften, mit so einer Schuld zu leben, und zu wissen, meine Nachkommen auch damit zu belastet zu haben. Ich bin der Meinung, dass ich mit meiner Arbeit im Zivildienst wesentlich besser helfen kann als im Kriegsdienst mit der Waffe. Aus all den genannten Gründen bin ich zu dem Entschluss gekommen, den Kriegsdienst zu verweigern und meine Fähigkeiten im Bereich des Zivildienstes einzubringen.
Ich hoffe, das ich Sie von der Richtigkeit meiner Entscheidung überzeugen kann und bitte auf die Anerkennung zur Ableistung der Wehrpflicht im Zivildienst.
*gg* ;D
.oO( ähm..zum glück hat keiner nach meiner Luftpistole und dem Knicker geschaut )Oo. I)
edit: achso..von dem gefassel mit meiner familie und so...muss man da eigentlich sagen, dass das ganze nich soooooo ganz stimmt ? ;D *immer noch drüber feier*
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