Je höher die Endverbraucherpreise für Mineralöl-Kraftstoffe sind, je besser ist es! - Jedenfalls mit der Perspektive auf Steuern und Abgaben.
Ein "Experte", den sie in der vorherigen Woche im Inforadio hatten, rechnete bei den Ottokraftstoffen ab einem dauerhaften Preisniveau von 2,60+ mit einem Einbruch der Nachfrage. Es werden dann wohl die sein, die sich diese Preise nicht mehr leisten können bzw. leisten wollen. Bei den Dieselkraftstoffen ging er nur von einem minimalen Rückgang aus und dies wohl zuerst im Bereich der privaten Mobilität. Wer für sein Gewerbe auf Dieselkraftfahrzeuge angewiesen ist, wird seine Mehrkosten der Kette folgend an den Endkunden weitergeben. Jedenfalls solange dieser imstande ist, die Mehrkosten zu tragen. In die Lebensmittel- und Konsumgütersparte wird dies alsbald durchschlagen - Kostenanteile von Transport und Logistik stecken in praktisch jeder Ware.
Bis der ÖPNV nachzieht ist es aber auch nur eine Frage der Zeit! Üblicherweise werden die Preise im letzten Drittel des Jahres von den Verkehrsverbünden ausgehandelt und treten zum Jahreswechsel in Kraft.
Ich hatte am Morgen 435 Tkm binnen 1,5 Wochen auf dem Tageskilometerzähler vom daily driver abgelesen und die Tankanzeige ist auf etwa ein Drittel runter. Konkrete Verbrauchswerte habe ich zwar noch nicht, jedoch das ziemlich sichere Gefühl, dass es zumindest etwas runter gegangen sein müsste. Wir reden nur von einem 31 l-Tank und einem Smart 450.
Im Stadtverkehr, ein Drittel der Fahrstrecke, habe ich kein Einsparpotenzial - außer gar nicht mehr zu fahren. Hierbei sind externe Faktoren wie Verkehrsdichte, Staus durch Baustellen, Zweite-Reihe-Parker und so weiter am schwerwiegendsten. Bei den Streckenanteilen mit Stadtautobahn und Landstraße liegen mehr von den Verbrauchsparametern in meiner Verantwortung. Und da haben wir einfach die Maximalgeschwindigkeiten reduziert. Wie bereits geschildert, der Zeitverlust bleibt reproduzierbar im einstelligen Minutenbereich. Staus im Berliner Stadtverkehr schlagen da weitaus deutlicher durch. Die Arbeitswege fahren wir an vier von fünf Wochentagen zu zweit, Kurzstrecken erspare ich dem Fahrzeug generell.
Erwarten möchte ich irgendwas zwischen 5,0 und 5,5 l je 100 km. Das Fahrzeug ist 24 Jahre alt und die 230 Tkm-Marke in der Laufleistung hinter sich gelassen. Wenn es etwas mehr in die Richtung der 5,0er Marke tendiert, dann wäre ich zufrieden. Und falls heute pünktlich Dienstschluss ist und keine Überstunden zu leisten sind, dann tanken wir dort, wo umgerechnet etwa 1,65 EUR für den Liter E5 ausreichen.